Wenn Konzerne sich an der sogenannten „Energiewende“ beteiligen sollen,zahlt halt der Kunde! Beispiel KVB

25 Feb

Wenn man plötzlich selber zur Kasse gebeten wird,um sich an den Kosten der Energiewende zu beteiligen,nimmt man dies sofort zum Anlaß,damit schonmal die Fahrpreiserhöhung für 2014 zu rechtfertigen.Natürlich ist auch hier wieder der Verbraucher der Dumme,denn er zahlt ja für die Konzerne.Laut einem Zeitungsartikel erklärt(droht,kündigt an) die KVB,steigende Kosten auf die Kunden abzuwälzen.

Köln –

Im März entscheidet die Politik, ob Verkehrsunternehmen mit einem hohen Stromverbrauch wie die KVB weiterhin Energie-Rabatt bekommen.

Sollte dieser wegfallen, würde das laut KVB Mehrkosten von rund sieben Millionen Euro in 2013 bedeuten.

Das könne nur durch eine zusätzliche Anhebung der Ticket-Preise um rund drei Prozent ausgeglichen werden – Einzeltickets würden dann zum Beispiel 10 Cent teurer.

Das passiert allerdings sowieso gefühlt alle paar Monate,ohne das sich am Service oder der Freundlichkeit der meisten Mitarbeiter der KVB etwas zum positiven ändern würde.Laut der Website KölnWiki haben Köln und Bonn die höchsten Fahrpreise Deutschlands :

Fahrpreise 2012

Erwachsene

Köln und Bonn haben die höchsten Fahrpreise Deutschlands. Das Einzelticket kostet seit dem 1.1.2012:
Einzelfahrt: 2,60 €, die Kurzstrecke: 1,80 €. Absoluter Rekord ist das Tagesticket mit 7,50 €. Das Gruppen-Tagesticket gilt erst ab 9 Uhr und kostet 11,10 €. Die Wochenkarte schlägt mit 21,60 € zu Buche.

Fahrpreise 2013

Erwachsene

Die Fahrpreise werden zum 1.1.2013 um 3,9 % und zum 1.1.2014 um nochmals 3,6 % erhöht:
Einzelfahrt: 2,70 €, 4 Fahrten: 9,70 €, Kurzstrecke: 1,90 €. Absoluter Rekord ist das Tagesticket mit 7,80 €. Das Gruppen-Tagesticket gilt erst ab 9 Uhr und kostet 11,60 €. Die Wochenkarte schlägt mit 22,40 € und die Monatskarte mit 84,30 € zu Buche.

Und wer in Köln schonmal dazu gezwungen war,mit der KVB zu fahren,wird sich fragen,wie denn diese Preise überhaupt zu Stande kommen.Die Preise können nicht auf dem Preis/Leistungsverhältnis basieren,zumindest nicht aus Sicht der Nutzer.Geläufiger Spruch unter Kölnern dazu :“Die müssen ja auch irgendwie ihre ganzen Kontrolleure bezahlen“!Dazu koeln.de :

„Weniger Schwarzfahrer geschnappt

275,2 Millionen: Neuer Fahrgastrekord bei der KVB

Die Kölner nutzen zunehmend Bus und Bahn: Seit sechs Jahren meldet die KVB steigende Fahrgastzahlen. 275,2 Millionen waren es im vorigen Jahr – 800.000 mehr als noch 2011. Vorstandsvorsitzender Jürgen Fenske rechnet damit, dass der Trend anhält. Dann könnte es allerdings vor allem auf der Ost-West-Achse und dort besonders am Neumarkt eng werden.“

und :

„Zurückgegangen ist die Quote der erwischten Schwarzfahrer. 2011 lag sie bei 4 Prozent, 2012 nur noch bei 3,9 Prozent. Fenske führt dies auf „konsequente Kontrollverstärkung“ zurück, hierfür wurden 14 Mitarbeiter und 28 Studierende zusätzlich eingestellt. Fenske plädiert für eine Erhöhung des Schwarzfahrer-Bußgelds von derzeit 40 auf 60 Euro. „Wir kontrollieren nicht, um zu bestrafen“, betont er, „sondern um die ehrlichen Fahrgäste zu schützen.“. Den Einnahmeverlust durch Schwarzfahren schätzt er auf neun Millionen Euro.“

Also,wer gezwungen ist,z.B. Samstags auf die KVB zurückgreifen zu müssen,weiss aus eigener Erfahrung,das es nicht erst in Zukunft eng werden kann.Der Vorstandsvorsitzende sollte erstmal selber gezwungen sein,mit „seiner“ KVB zu „reisen“,nicht nur zu PR-Zwecken.Und sich dabei vorstellen,was es für einen Normalverdiener oder erst für Prekärjobber bedeutet,sehr viel Geld für nicht so viel Leistung zu auszugeben.Aber was soll man tun,wenn man vielleicht sogar bewusst auf`s Auto verzichtet,aus gesundheitsförderlichen und/oder Umweltgründen.Oder verzichten muss,aus welchen Gründen auch immer.Im Winter kann man nicht mal eben für jeden Weg auf das Fahrrad zurückgreifen,sofern man dazu körperlich in der Lage ist.

Zum andere möchte ich gerne wissen,woher denn die KVB wirklich wissen will,wieviele Fahrgäste es denn gibt,wenn man diese Zahlen an verkauften Tickets und Hochrechnungen festmacht,wie anzunehmen ist.Wie soll denn sonst festgestellt werden,wieviele Menschen wirklich die Bahnen bestiegen haben,und dann vor allem auch,wieviele Schwarzfahrer.Das bei erhöhtem Fahrgastaufkommen die Zahl der Schwarzfahrer sinkt,ist sehr unrealistisch,vor allem in der heutigen Zeit,und besonders bei den horrenden Preisen.der KVB.Durch das erhöhte Aufkommen von Fahrgästen(?) gehen auch mehr Schwarzfahrer durch die Lappen,so ist das.Man kann alles so ausdrücken ,das es sich später dann positiv anhört.Der schöne Schein,der der Öffentlichkeit in Form von Zahlen und Selbstschmeicheleien dargestellt wird, verblasst aber,hat man tatsächlich mit den Kölner Verkehrsbetrieben zu tun.

Auch beachtenswert ist diese Aussage : „Den Einnahmeverlust durch Schwarzfahren schätzt er auf neun Millionen Euro.“Dann nehmen wir mal an,die Schwarzfahrer würden dann tatsächlich gar nicht mehr mit der Bahn fahren,es sei denn,sie würden zahlen.Dann würden einige Bahnen halt so gut wie leer durch Köln fahren,aber fahren würden sie.Also will der Mann mir erzählen,das jährlich neun Millionen Euro an Abnutzungskosten durch Schwarzfahrer zu Stande kommen.Kommt mir persönlich ein bisschen viel vor.

Und wenn man dann manchmal alte,gebrechliche oder behinderte Menschen beobachtet,kommt man ins grübeln.Als Rentner möchte Ich nicht mit Einkäufen bepackt auf eine Bahn warten müssen,die auf der Anzeige seit 10 min mit „in 2 min“ angekündigt wird.Um mich dann in die natürlich hoffnungslos überfüllte nächste,irgendwann erscheinende Bahn quetschen zu müssen,von einem Sitzplatz nur träumend.Mich fragend,wofür es diese schicken Anzeigetafeln überhaupt gibt,was sie gekostet haben.Warum immer,wenn Ich mit der Bahn fahre,es zu Verspätungen und Komplettausfällen kommt.Warum manche Linien mit vollen Bahnen mitten in der Einöde die Fahrgäste beten auszusteigen und bis zu 30 min auf die nächste Bahn zu warten.Im Winter natürlich in der Kälte.Und das obwohl alle Fahrgäste,die bis dort fahren,nur mindestens eine Station weiterfahren müssten.Aber die Bahn fährt lieber leer Richtung Köln City zurück.Ich frage mich,warum viele der KVB-Angestellten immer so unfreundlich zu Mir sind,sogar wenn ich Geld für ein Monatsticket ausgebe.Ich werde mir dann wahrscheinlich vorstellen,das es daran liegt,das Ich als armer Rentner mein Ticket ermäßigt bekomme.Ich frage mich wahrscheinlich,warum man nie einen dieser Mitarbeiter sieht,wenn man einen braucht und warum niemand weiß,unter welcher Nummer man sich beschweren kann.Fragen werde ich mich auch,warum ich in der Bahn nicht mehr essen und trinken darf,angeblich um Müll zu vermeiden,der dann in der Bahn „rumfliegen“ würde.Und warum man dann nicht einfach Behälter,in die man den Müll entsorgen könnte,bei uns bekannt als Mülleimer,einbaut.Da stellt man lieber ein paar bemitleidenswerte Menschen in roten Overalls ein,die mit Müllbeutel und Müllzange durch die Bahnen hetzen,um Müll einzusammeln,wahrscheinlich 1 Euro-Jobber vom Amt.Aber wenn man (Zwangs-)Nutzern zu den horrenden Fahrpreisen zusätzlich noch 20 Euro abknöpfen kann,tut man das als KVB halt!Ich frage mich dann,ob es nicht reicht,das ich nicht das bekomme,was mir versprochen wird,und das für diesen Preis.Denn sogar ein ermäßigtes Monatsticket von ca. 32 Euro ist horrende,wenn man es vielleicht nur 2-4 mal im Monat nutzt/nutzen muss,um vielleicht nur zwischen ein bis zwei Stationen hin- und her zu fahren,vor allem,wenn man das Preis/Leistungsverhältnis mit einbezieht.

Zudem lobbyiert und droht der Vorstandsvorsitzende der KVB noch für die gesamte Verkehrsbranche als Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV),immer schon mit der Ankündigung,das eh der Kunde zahlt :

Verkehrsbranche kämpft für Vorteil beim Strompreis

Noch ist im Parlament nichts entschieden. Doch die Verkehrsbranche fürchtet, ihr Privileg bei der Ökostrom-Abgabe zu verlieren.

Berlin.
Für jemanden, der gerade Rekordzahlen verkünden konnte, zeichnete Jürgen Fenske ein ziemlich düsteres Bild. Das deutsche Straßen- und Schienennetz werde dauerhaft Schaden nehmen, wenn es nicht endlich ordentlich finanziert werde, sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) gestern in Berlin. Und mit dem jahrelangen Wachstum der Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr könnte es bald vorbei sein.

Den Eisenbahnunternehmen droht 2014 ein Aufschlag auf den Strompreis, von dem sie bislang zum Großteil befreit waren und der dem Ausbau der Ökostromproduktion dient. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und die Länder erwägen, die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), derzeit 5,28 Cent pro Kilowattstunde, auch den Bahnen aufzubrummen. „Man kann nur hoffen, dass der absurde Schritt nicht gemacht wird“, sagte Fenske. Die höhere Belastung von rund 230 Millionen Euro, die sich 51 Bahnunternehmen teilen würden, hätte aus Sicht der Branche zwei Folgen: Die aus Umweltgründen gewünschte Verlagerung von Personen- und Güterverkehr von der Straße auf die Schiene werde behindert. Und die Bürger müssten für die Nutzung von Bussen und Bahnen tiefer in die Tasche greifen.

Im Nahverkehr würden die Ticketpreise dann 2014 voraussichtlich zusätzlich um drei Prozent erhöht werden, warnte Fenske. Im Ergebnis könnte das einen Anstieg von bis zu sieben Prozent bedeuten. Denn auch die weiter steigenden Kosten für Personal und Diesel werden von den Unternehmen an die Kunden weitergegeben.

Der VDV mit seinen 600 Mitgliedsunternehmen, darunter die Bahn, hat allerdings noch Hoffnung, die Zahlung der EEG-Umlage abzuwenden und ist dafür mit seinen Leuten in der Lobby des Bundestages unterwegs. „Wir haben gehört, dass die Tür zu diesem Thema noch nicht verschlossen ist“, berichtete Fenske, im Hauptberuf Vorstandschef der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB).

Die Fahrgeldeinnahmen im öffentlichen Nahverkehr stiegen 2012 im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 10,7 Milliarden Euro. Dadurch erhöhte sich auch der Grad der Kostendeckung auf 78 Prozent. Damit sei die deutschen Verkehrsbranche in Europa Spitze, sagte Fenske.

LN
Quelle : http://www.ln-online.de

Der eigentliche Grund für die Ausnahmetatbestände des EEG ist aber der Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der privilegierten Unternehmen. Es kommen inzwischen aber auch regionale Schokoladen-, Wurst- oder Käsehersteller, Solar- und Bioenergiefirmen sowie Zeitungsverlage und Konzerne wie eben die KVB in den Genuss der weitgehenden Befreiung von der EEG-Umlage.Insgesamt sind es mittlerweile mehr als 2000.Wobei auch schwer vorstellbar ist,das die Kölner Verkehrsbetriebe ins Ausland abwandern,weil sie wohl als Verkehrsbetriebe der STADT KÖLN nicht im internationalen Wettbewerb stehen.

Diese Konzerne sollten sich einfach mal vorstellen,es hätte diese EEG-Befreeiung niemals gegeben,von der sie zum Teil zu Unrecht mindestens bis März profitieren.Jetzt von einer Mehrbelastung zu sprechen,ist eine Frechheit.Dann würden diese Konzerne doch nur wieder auf den Normalstand dessen,was sie zur Energiewende sonst von Anfang an hätten beitragen müssen(so wie der steuerzahlende Normalbürger),zurückgestuft.Wenn man den Spieß umdreht,wird ein Schuh draus : “ Die höhere Belastung von rund 230 Millionen Euro, die sich 51 Bahnunternehmen teilen würden“,sind 230 Millionen Gewinn,Geschenke der Regierung,die sie sich bisher(jährlich seit der Befreeiung)teilen konnten.Denn hat der Kunde einen für Ihn spürbare,positive Veränderung zu seinen Gunsten feststellen können.Eher im Gegenteil.

Der Bürger,Kunde,Steuerzahler ist wie immer der Dumme.Denn der Bürger rettet die Welt(Sarkasmus!),mit quecksilberverseuchten Energiesparlampen,mit durch Öko-Sanierungen unbezahlbare Mieten,immer weiteren Strompreiserhöhungen und denen der Konzerne,und zwar wie gewohnt,ungefragt und unfreiwillig!

Dank unserer politischen Klasse und „Eliten“

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