Lebensraum Stadt – Gut für die Reichen, aber die Armen müssen weichen

19 Apr

Beim alltäglichen Stöbern im digitalen Blätterwald, überlagert von Boston, Waco/West usw., finden sich einmal mehr Belege für die fortschreitende Gentrifizierung in deutschen Großstädten, zum Nachteil von 90% der Bevölkerung.

Köln, 17.04.2013 :

Luxuswohnungen

Auf Baubrettern und hinter Staubschutz-Folien haben Interessenten und potentielle Käufer von Luxuswohnungen im Gerling-Quartier gefeiert. Die Hälfte der Wohnungen ist bereits verkauft, der Zeitplan soll eingehalten werden.(ksta)

Köln, 18.04.2013 :

Studie: Kaum Wohnraum für Normalverdiener in Rhein-Metropolen

Entlang der Rheinschiene Köln, Bonn, Düsseldorf wird bezahlbarer Wohnraum für Normalverdiener zunehmend zur Mangelware.(ksta)

Man stelle sich vor, man wird aufgrund monetärer Zwänge aus seinem angestammten Lebensraum verdrängt, und versucht, zumindest in der Nähe seiner alten Wohnung, seiner Nachbarn, seinen Freunden, eine bezahlbare Wohnung zu finden, und muss dann solche Schlagzeilen über „seine“ Stadt lesen. Auch wenn man weiss, das die Bürger gegeneinander aufgebracht werden sollen, um ja nicht auf die Idee zu kommen, die Wut gegen die wahren Schuldigen dieser und der meisten aller anderen Miseren zu bündeln, so kommt man nicht umhin, festzustellen, das solche negativen Begleiterscheinungen der Globalisierung keinerlei Auswirkungen auf die „oberen 10%“ der deutschen Bürger hat, im Gegenteil. 

Denn diese Klientel profitiert davon, das der Rest der deutschen Bürger immer mehr zum reinen Nutztier mutiert. Man darf auch nicht vergessen, das, vor allem durch ihre „Nebeneinkünfte“, auch die Marionetten derer, die diese unsägliche Globalisierung vorantreiben, womöglich um tatsächlich eine „Welt-Regierung“ zu etablieren, „unsere“ politische Klasse, „unsere“ „Bushido`s des Abou-Chaker Clans“ diesen 10% zugehörig ist.

Wer z.B. wäre denn Schuld daran, wenn tatsächlich ein Steuer-FBI a`la Schäuble 3.0, also mehr oder weniger ein „neuer Verfassungsschutz/BND/MAD/GEMA/GEZ usw.“ ins Leben gerufen wird? Der normale, durchschnittliche Bürger, der gerade so über die Runden kommen muss, oder derjenige, der genug Geld hat, um es vor dem Fiskus zu verstecken?

Und wer wäre vor einer weiteren Überwachungsbehörde wirklich betroffen? Die Individuen, die genügend monetäre Mittel zur Verfügung haben, sich vor Überwachung von „aussen“ zu schützen, während man selber aus seinem „Eliten-„Refugium seine Umwelt überwacht, aus Angst vor Rache aus Neid des „Pöbels“ vielleicht, während man seinen „Lebensraum“ immer weiter auszudehnen versucht, oder die Menschen, die diesen Überwachungsmassnahmen wie immer, mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert sind?

Einerseits bekommt man präsentiert :

Köln. Die erste Party hat schon stattgefunden. Im elften Stock des Gerling-Hochhauses, hinter Staubschutz-Folien, zwischen Stahlträgern, abgeplatztem Beton, auf provisorischen Baubrettern. 75 Käufer und potenzielle Interessenten der Luxuswohnungen genossen den spektakulären Blick auf den Dom und St. Gereon. „Die Bausubstanz der alten Gebäude des Gerling-Quartiers sei sehr viel schlechter als erwartet.“  „Das macht die Sache natürlich nicht billiger.“ Mit 145 Millionen Euro waren die Baukosten für den Nordabschnitt des Quartiers ursprünglich kalkuliert. Jetzt werden es wohl zehn Prozent mehr.

Während man als potentiell in der Zukunft von dieser Verdrängung Betroffener sich Gedanken macht, wie es wäre wenn, liest man dann das :

Demnach fehlen in den drei rheinischen Zentren schon jetzt über 18 000 Mietwohnungen – Tendenz steigend. Landesweit fehlen rund 1,2 Millionen Sozialwohnungen.

Wo soll man die Schuld denn suchen, wenn die Marionetten der politischen Klasse als Angehörige der finanziell bessergestellten  10% Deutschlands genau diese 10% hofieren, während man den Bedürfnissen des „Pöbels“ nicht gerecht wird/werden will? Wenn Vetternwirtschaft offensichtlich ist. 

Ich muss leider gerade mal abschweifen, um zu erklären, warum ich „unsere“ politische Klasse mit „Bushido“ verglichen habe. Erstens tut der Stern so, als hätten sie mit dem Bushido-Aufmacher irgendetwas neues ans Tageslicht befördert, und macht sich ziemlich wichtig. Dankend wird diese Steilvorlage natürlich von den anderen intelligenzvernichtenden,propagandistischen Massenmedien angenommen, um von was auch immer jetzt schon wieder ablenken zu wollen.

Wer, sagen wir mal, nicht älter als 50-60 Jahre alt ist, und sich aufgrunddessen vielleicht schon einmal ein wenig näher mit der Hip-Hop Kultur auseinandergesetzt hat, der wird auch schon seit Jahren wissen, was der Stern als Neuigkeit und wichtigste Enthüllung des Tages präsentiert. Zum anderen verdingt sich dieser „Herr Bushido“ von Berufswegen als „Rapper“, hat aber nichts der Kultur des Hip-Hop zu tun, in der Rap nur ein Stützpfeiler dieser Lebensweise/(Sub?)Kultur ist. Er gehört dem Abou-Chaker Clan schon seit Beginn seiner Karriere, da dieser ihm seine Karriere durch finanzielle Zuweisungen erst ermöglicht hat.

Die Massenmedien benutzen stets das Wort „Gangster-„Rapper. Bushido selber ist soviel „Gangster“, wie der koreanische Comedian, Ulk-„Mallorca“-Elektro-Pop-Youtube-Pausen-Clown,Gangnam-Pferdimitator Psy ein Rapper ist, wie auch immer gerne verbreitet wird. Und diese Neuigkeiten hätte sich jeder Internet-zur-Verfügung-Habender auch selber zusammengooglen können.

Und da Bushido nur eine Marionette des Abou-Chaker Clans und gern gesehener Gast der Boulevard-Medien ist, ist hier der Vergleich mit der politischen Klasse meines Erachtens völlig angebracht, da deren Angehörige Marionetten derjenigen sind, die tatsächlich Geld und Macht besitzen, also vielleicht 0,5 bis 1% der deutschen Bevölkerung, wahrscheinlich sogar weniger. Was mitnichten heissen soll, das nicht auch ausländische (finanzielle?) Mächte Einfluss auf das Geschehen in Deutschland haben, siehe USA!

Aber zurück zum Thema, während in Köln, Bonn und Düsseldorf mindestens über 18.000(!!!) Mietwohnungen fehlen, lässt man sich die Sanierung von maroden Gebäuden für Luxuswohnungen in Köln locker mal 14,5 Millionen mehr kosten, als die vorher beanschlagten 145 Millionen Euro. Scheinbar kein Problem, zum Wohle für die Bessergestellten scheint alles möglich.

Da bezahlbarer Wohnraum offensichtlich wohl nur im Segment der „Sozialbauten“ zukünftig zu finden sein wird, sollte man dies Zahlen einmal betrachten :

Sozialwohnungen in Deutschland

Die Zahl geht rapide zurück

Die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland geht rapide zurück. Relativ preiswerte, mit öffentlichen Mitteln geförderte Wohnungen gab es am 31.12.2010 nur noch 1.662.147 in ganz Deutschland. Zum Vergleich: 8 Jahre vorher, am 31.12.2002 gab es noch 2.470.605 Sozialwohnungen. Damit ist der Bestand an preisgebundenen oder belegungsgebundenen Mietwohnungen in Deutschland innerhalb von 8 Jahren um ein Drittel zurückgegangen. 1990 gab es übrigens noch etwa 3.000.000 Sozialwohnungen. Nach Auskunft des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Jan Mücke, gibt es die meisten Sozialwohnungen in Nordrhein-Westfalen, 543.983, gefolgt von Berlin 213.442 und Bayern mit 161.000 bzw. Hessen mit 127.910 und Hamburg mit 108.011 Sozialwohnungen.(mieterverein-koeln.de)

Übrigens, NRW hat ca. 17,8 Millionen Einwohner. Das sind ja dann mal tolle Aussichten!

Untersuchung im Auftrag der:

Wohnungsmangel in Deutschland immer größer
Wohnkosten auf Rekordniveau

Energiewende verteuert Mieten zusätzlich

„Der Wohnungsmangel, insbesondere in Großstädten, Ballungszentren und Universitätsstädten, macht sich immer deutlicher bemerkbar. (mieterverein-koeln.de)

Da Köln ja bekanntlich auch eine Universitätsstadt ist, werde ich jetzt wohl einige Studenten gegen mich aufbringen, aber ich plädiere dafür, das zuerst Wohnraum zur Verfügung gestellt werden muss, für Menschen, die in Köln ihr ganzes Leben lebten, und auch Steuern bezahlten. Ich finde, das es nicht sein kann, das die einzigen, noch einigermassen bezahlbaren Wohnräume für Studenten reserviert sind, die aus irgendeiner anderen Stadt für ein paar Jährchen, vielleicht auch nur eines, zum z.B. BWL studieren nach Köln kommen, und dann bis auf einen verschwindend geringen Teil, eh wieder verschwinden, oft weil sie das Studium dann abbrechen, um „etwas anderes“ zu machen.

Man soll sich ja nicht von Vorurteilen leiten lassen, und ich möchte auch nicht behaupten, das alle BWL-Studenten gleich sind,  aber aus eigener Erfahrung heraus kann ich bestätigen, das das Klischee des BWL-Studenten, BWL nur zu studieren, um überhaupt etwas zu studieren, tatsächlich zuzutreffen scheint, da genau dies mir genenüber von einem BWL-Studenten erläutert wurde, sich selber betreffend, genauso, wie sehr viele andere seiner „Kollegen“. Um Ruhe vor den Eltern zu haben, die das dann meist auch noch finanzieren, und um mal richtig die Sau rauslassen zu können, in einer Stadt, wo einen sowieso keiner kennt, und man dann ja auch wieder verschwindet. Dazu muss ich allerdings sagen, das ich all die Studenten sehr respektiere, die studieren, um tatsächlich etwas zu lernen, vielleicht nicht von ihren Eltern unterstützt werden, sich den Allerwertesten mit für Studenten „resevierten“ Mini-Job`s aufreissen müssen, und nicht, wie von Spiegel propagiert,

(…) erklärt der Professor, der Traum vom großen Geld locke die Studenten.

nur aus finanziellen, sondern aus idealistischen Gründen, vielleicht sogar, diese verkommende Welt zu einer besseren zu machen. Und doch plädiere ich dafür, das Wohnraum zuerst für seit Generationen hier lebende, und/oder gebürtige Kölner Bürger zugänglich zu machen ist, die auch den Rest ihres Lebens hier bleiben werden, wenn sie denn „dürfen“. Auch wenn sich das ziemlich populistisch anhört, hat doch jeder Angehörige eines „Volksstammes“ das Recht, zumindest in einem freien Land, dort leben zu dürfen, wo er seine Wurzeln hat. Und wenn halt zu wenig Wohnraum für Kölner zur Verfügung steht, müsste fairerweise der hier schon immer ansässige und/oder geborene Kölner doch vorrangig behandelt werden, und dann in zweiter Reihe (Nicht-Kölner) Studenten, die natürlich auch über zu wenig Wohnraum in diesen Uni-Städten klagen, denen aber seltsamerweise von Medien und politischer Klasse Gehör geschenkt wird, im Gegensatz zu „Normalbürgern“.

Liegt es vielleicht daran, das die „Elite“ unter den tatsächlich Studierenden ihre Nachkömmlinge verstecken kann, damit diese nicht in den „Genuss“ von tatsächlicher, körperlicher Arbeit kommen müssen, den Weg schon von Anfang an durch die schulische Laufbahn vorprogrammiert, unabhängig von tatsächlichen Fähigkeiten und Eigenschaften, denn Geld, und die dadurch erlangte „Macht“, also im Volksmund „Vitamin B“, sorgen schon dafür. Und wenn es für einen Doktor nicht reicht,man ahnt es schon, wird halt plagiiert oder sonstwie gepfuscht. Zurück zur Wohnsituation.

„Normal-„Bürger, vor allem ältere Menschen,“dürfen“ sogar in Notschlafstellen übernachten, da sie keinen bezahlbaren Wohnraum mehr finden können. Und was mit älteren oder alten Menschen passiert, die aus ihrem angestammten Lebensraum vertrieben werden, hat man ja jüngst am Fall der Berliner Rentnerin gesehen, die leider wegen einer Zwangsräumung ihre letzten Tage in einer Notunterkunft verbringen musste, und verstarb. Sie verlässt jeglicher Lebensmut/wille.

Und wer hat  all das eben zu verantworten, wenn man mal ganz ehrlich ist? Diejenigen, die von diesen gesellschaftlichen Umständen profitieren, und wer ist das, z.B. bei der Gentrifizierung? Wahrscheinlich nicht die schlecht bezahlten Arbeiter, die Arbeitslosen, die Kranken, die Alten, auch nicht die jüngsten und jungen, heranwachsenden, großteils perspektivlosen Generationen in unserer Gesellschaft. Nicht die Menschen, die zur Miete wohnen müssen, da sie nicht durch z.B. Vererbung an soviel Reichtum oder Eigentum gekommen sind.Während sie ihr Leben lang sich den Buckel krumm und die Knochen kaputt schuften müssen, und es trotzdem nie zu Eigentum bringen werden, es sei denn durch horrende Schulden bei einer Bank. Und da kann man wahrlich nicht von Eigentum sprechen, höchstens dem der Bank!

Ich stelle hier nur fest, und will nicht unbedingt gegen Reiche hetzen, denn unter diesen Mitmenschen gibt es durchaus auch ehrbare, soziale, pflichtbewusste Bürger, die sich auch für ihre Mitmenschen tatkräftig einsetzen, auch finanziell versuchen, Leid zu lindern, zu helfen! Und zwar nicht auf Charity-Gala`s, auf denen sich die sich selbst „Prominenz“ schimpfende 10% Oberklasse champagnerschlürfend im Blitzlichtgewitter der Boulevard-Presse selbst feiert, unter dem Vorwand, Gutes zu tun.

Doch scheint dies nur ein geringer Teil der Reichen zu sein, leider. Reich wird man nur durch, mit viel, sehr viel Glück, harter Arbeit. Oder aber ganz stresslos durch besagtes „Vitamin B“ und/oder Erbungen, oder indem man sich in der Öffentlichkeit als Z-Prominenz halbnackt vor RTL-Kameras durch den Urwald räkelt, und als Medien-Clown ein paar Cent verdient, und nicht zu vergessen, indem man sich kriminell betätigt. Ich will hier gar nicht von einem Lottogewinn sprechen, da dieses Lotto den Menschen suggeriert, wenn sie auch nur einen kleinen Teil des Geldes, das sie dafür eigentlich gar nicht übrig haben, in Lotto investieren, bestünde die Möglichkeit, durch schon ziemlich unverschämtes Glück, einmal auch das Leben eines finanziell eher sorgenfreien Menschen führen zu können. Da wird wieder mit der Hoffnung, aber auch der Not der Menschen Kasse gemacht, in dem ihnen mit dem Traum auf ein besseres Leben auch noch der letzt Cent aus der Tasche gezogen wird. Und wer profitiert davon wieder?

Auch nicht diejenigen, die nicht der „Elite“ angehören. Übrigens schreibe ich „Elite“ immer in Anführungszeichen, da ich dies völlig sarkastisch meine (auch das Danke, Deutschland am Ende mancher Artikel ist so zu verstehen!), wie auch fast alles andere in Anführungszeichen, ausser vielleicht Zitaten.

Ich hoffe, man wirft mir nicht vor, Hetze zu propagieren, wenn ich nur Tatsachen aufzähle, die mir persönlich auffallen. Ich hoffe zumindest, keinen Unschuldigen in seinem Ehrgefühl verletzt zu haben, denn im möchte mich nicht auf die Stufe derer stellen, die alle über einen Kamm scheren, und dies mit uns „Normal-„Bürgern machen.

Danke, Deutschland

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Eine Antwort to “Lebensraum Stadt – Gut für die Reichen, aber die Armen müssen weichen”

  1. urpils666 April 19, 2013 um 16:50 #

    Reblogged this on The whole Truth – Die ganze Wahrheit.

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