„Pannen“helfer gesucht – Bewerbungen an Polizei und Verfassungsschutz

26 Apr

BfVrStTVert

Ich könnte mich stundenlang übergeben, wenn im Falle der NSU-Affäre immer und immer wieder von „Pannen“ gesprochen wird, und „Versäumnissen“, und nicht, von Verstrickungen und Vertuschungen! Um weiter vorzutäuschen, „man“ hätte von nichts gewusst!  Natürlich mit freundlicher Unterstützung der Massenmedien, die mit Schlagzeilen wie

Immer neue Pannen zum NSU-Komplex

Neues zum Nagelbomben-Anschlag von Köln

(br.de)

NSU-Anschlag

Neue Pannen im Fall Keupstraße

(ksta)

Wichtige Zeugen in Köln nicht vernommen Weitere Pannen nach NSU-Anschlag

(wdr)

dafür sorgen, das in den Köpfen der Menschen deutsche „Sicherheitssbehörden“ zwar als dämlich, aber nicht als möglicherweise verantwortlich angesehen werde. Was mich irgendwie an George W (Video bei US-Google`s Youtube nicht zu finden…) erinnert! Man schaut ja gerne beim „großen Bruder“ ab, das ist uns nicht neu.

Wo wir wieder bei der Massenbeeinflussung durch die Medien wären. Pannen, Pannen, Pannen, Terror, Terror, Terror… kommt das jemandem „zufällig“ bekannt vor:

Jedenfalls wird dem unaufmerksamem, unbedarftem Medienkonsumenten suggeriert, da es sich ja nur um Pannen handelt, wäre diese Zusammenspiel von Polizeibehörden, Justiz, Politik und Geheimdiensten ja gar nicht sooo schlimm. Was allerdings so falsch ist, wie die Haare von Berlusconi!

Macht man sich da als Verbreiter einer solchen Suggestion nicht Mitschuldig, an einer Vertuschungskampagne riesigen Ausmaßes? Meines erachtens schon, doch wenn man allerdings weiß, wofür Massenmedien da sind, wundert diese Verhalten auch nicht großartig. Um vielleicht hier und zu einer „Ehrenrettung“ kleinerer Medienvertreter beitragen zu können: Um auf dem „Markt“ bestehen zu können, muss man aktuell sein. Und da werden sie wahrscheinlich genau wie die „Großen“, einfach Texte der dpa übernehmen, sie höchstens ein klein wenig umtexten, und fertig.

Da sich heute alles  nur noch ums „Business“, den schnöden Mammon dreht, ist der eigentliche Grund der Arbeit, der Grund, warum man etwas bestimmtes machen wollte, zwangsläufig nur noch zweitrangig. Und dadurch kommt dann eine solche „Eliten-„gesteuerte „Volksverblödung“ zustande. Warum „Eliten-„gesteuert? Weil doch die „Elite“ das Geld besitzt, damit die Massenbeeinflussungsmedien, und damit die Macht! Da braucht man ja nur mal einen Blick auf den Logenbruder , der unter den falschen Haaren Berlusconi`s steckt, anzuschauen, das beste Beispiel! Wer die Medien kontrolliert, kontrolliert das Land! Zumindest, bis die Bürger alles durchschauen…

Das kann man im NSU-Fall auch nur hoffen. Ich möchte nicht wissen, wie sich Angehörige der Opfer, und überlebende Opfer fühlen müssen, nach jeder weiteren aufgedeckten Verstrickung des „Staates“ in diese Sache, der von den Medien als „Panne“ bezeichnet wird. Manch einen kann das womöglich so zur Weissglut treiben…, so züchtet man eben „Home-Grown-Terrorists“! Aber schauen wir uns doch mal den ganzen Text des Kölner Stadtanzeigers an, stellvertretend für die anderen Massenmedien, und schauen, was dabei herauskommt :

-innenminister-friedrich-denkste

Im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags waren sie mal wieder mäßig begeistert. CDU-Obmann Clemens Binninger sagte, die Arbeit der Polizei nach dem Attentat in der Keupstraße am 9. Juni 2004 sei „kein Ruhmesblatt„. Der Grüne Wolfgang Wieland sah „ein negatives Lehrbeispiel„. Der Nagelbombenanschlag war öfter Thema im Ausschuss, gestern ein letztes Mal.

keupstrasse

Aussagen, wie „mäßig begeistert“, „kein Ruhmesblatt“, „negatives Lehrbeispiel“ suggerieren einerseits man würde sich echauvieren, allerdings leicht runterspielend, über die „Unfähigkeit“ und nicht, wie in mittlerweile etwas weiteren Teilen der Bevölkerung vermutet, über die Verstrickung dieser Beteiligten.

Zunächst kam Dirk Spliethoff vom nordrhein-westfälischen Landeskriminalamt. Der Mann leitet die Tatortgruppe und wird von der Ortspolizei immer dann herangezogen, wenn die überfordert ist.

Der Kriminalhauptkommissar gab Formulierungen zum Besten wie: „Die Sprengvorrichtung kam zur detonativen Umsetzung.“ Auch macht er sich „überhaupt keine Gedanken“ über die Motive von Tätern.

Im allerbesten „Neusprech“ sagt er, das die Bombe explodierte. Tatsächlich? Wären wir jetzt nicht von ausgegangen, das die Bombe damals, am 9. Juni 2004, explodiert ist. Er sagt also: Gar nichts.

Diese eher bürokratische Sichtweise hatte Folgen. Spliethoff unterließ es nämlich, die Recherchemöglichkeiten des Bundeskriminalamts zu nutzen. Wäre nach den Schlagworten „männlich“, „Koffer“ und „rechtsradikal“ gefragt worden, hätte man die Datei des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt abrufen können, so CDU-Obmann Binninger. Doch Spliethoff war diese Abfragmöglichkeit gar nicht bekannt.

Wenn man diese Sache, wenn auch nur am Rande, ein verfolgt hat, und verfolgt, wie soll man solche Aussagen dann noch glauben können? Ich meine nicht, das (zuviel)Bürokratie (negative) Folgen hat, was soll dieser Satz überhaupt? Natürlich hat alles, was passiert, irgendwelche Folgen. Der Flügelschlag eines Schmetterlings…, soviel zur Volkverblödung.

Dieser Herr „Sicherheitsbeamte“ hat einfach seine Arbeit nicht gemacht! Punkt! Aus welchen Gründen auch immer. Man muß ja annehmen, auf irgendwelche Befehle hin, nicht auf die Spur der Nazi-Verfassungsschutz(?)-Mörder hinzuweisen. Ein einfaches, internes BKA „googlen“ hätte gereicht, aber nein, welch „Zufall“, auf diese Idee kommt weder der benannte Herr „Sicherheitsbeamte“, noch irgendwer anders. Und dann will man dem halbwegs gebildeten Bürger weismachen, er hätte von der Möglichkeit keine Ahnung gehabt. Wer soll das denn bitteschön noch glauben? Bitte den folgenden Satz dabei nicht vergessen:

Der Mann leitet die Tatortgruppe und wird von der Ortspolizei immer dann herangezogen, wenn die überfordert ist.

Er ist der Hero unter Zero´s, angeblich der „Jack Bauer“ vom nordrhein-westfälischen Landeskriminalamt. Und will von dieser Möglichkeit nichts gewusst haben, ist klar. Da fallen einem zwangsläufig die Sprüche über Beamte und deren Arbeitsmoral und Effektivität ein. Wird hier wieder nur suggeriert, das die Verantwortlichen schlicht zu dämlich waren/sind. Entweder muss man ja das annehmen, oder aber eben, das viele Beamte tatsächlich „faule, desinteressierte Steuergeldverbrenner“ sind. Was bleibt denn sonst noch an Schlussfolgerungen übrig? 

Später erschienen die zwei Kölner Polizisten Stefan Voß und Peter Baumeister in dem Gremium. Von beiden hatte es aus NRW bisher geheißen, sie seien Diensthundeführer. Voß freilich gestand: „Ich kenne mich mit Hunden nicht so aus.“

Welchen Spruch bekommen Kinder immer zu hören? Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht. Irgendwas wird wohl dran sein, oder? Nur seltsam, das hier die billigsten Lügen als Pannen und Versäumnisse dargestellt werden, immer und immer wieder, damit es auch jeder glaubt.

Polizei gibt schlechtes Bild ab

(stimmt ausnahmsweise)

Die zwei waren jedenfalls zuerst am Tatort, weil sie sich zufälligerweise in der Nähe aufhielten. Doch während Voß nach eigenen Angaben durch einen Knall aufmerksam wurde, will Baumeister durch die Leitstelle informiert worden sein.

Wie bitte. Wo die beiden doch unmittelbar zusammengewesen sein sollen, „zufällig“ um die Ecke. Ja, was denn jetzt? Hier wird so schlecht gelogen, ohne sich wenigstens einmal abzsprechen, das man es als Beleidigung auffassen muß, soetwas nicht anzweifeln zu sollen. Ist „man“ sich sicher, das die Wahrheit niemals ans Licht kommen wird?

Tatsache ist, dass sie von Ermittlungsführer Markus Weber niemals zu ihren Eindrücken unweit des Tatorts befragt wurden.

„Zufällig“…

Weber lud sie erst im März(2013!!!) zu sich, nachdem der Geschäftsmann Ali Demir behauptet hatte, direkt nach der Explosion seien zwei Polizisten in Zivil vor Ort gewesen, was den Verdacht nährte, die Polizei habe gewusst, dass in der Keupstraße etwas passieren würde – zumal Baumeister aus dem Kölner Süden kam und Voß aus der Innenstadt.

„Zufällig“ erst, als der Zeuge mit der Sache an die Öffentlichkeit ging. Vorher hat das niemanden interessiert. Ein Schelm…

Voß und Baumeister kontern, sie seien uniformiert gewesen. Dennoch sah die Polizei erneut schlecht aus.

Sie kontern, sie seien uniformiert gewesen. Was soll das aber jetzt an der ganzen Sache besser machen? Etwa die Glaubwürdigkeit der ofiziellen Version bekräftigen? Lachhaft, das glaubt erstens eh keiner mehr, und zweitens „versteckt“ man etwas am besten vor aller Augen, also hätten tatsächlich getragene Uniformen auch nichts, gar nichts daran geändert, das man annehmen muss, das hier etwas verschwiegen, vertuscht, unter den Teppich gekehrt werden soll.

Grünen-Obmann Wieland reagierte mit Sarkasmus auf die gestrigen Vorstellungen. Ob auch die Hunde uniformiert gewesen seien, wollte er wissen. Daraufhin gab es schallendes Gelächter.

Sarkastisch ist, das Angehörige der politischen Klasse diesen Ausschuss leiten, wird doch der Mitangeklagte, die deutsche „Politik“, zum Aufklärer erklärt. Was soll denn dabei rauskommen. Wahrscheinlich so ziemlich alles, was der Boulevard-Presse zu stärkeren Absätzen verhilft, und den involvierten Kräften dabei unterstützend Hilfe leistet, ihr abscheuliches, hochverräterisches Tun weiterhin mit perfiden Lügengeschichten und Massenmanipulation zu vertuschen, aber nicht die Wahrheit.

In schallendes Gelächter könnte man angesichts dieses sinnlosen, stümperhaften Unterfangens, die Wahrheit mit aller Gewalt vertuschen zu wollen, ausbrechen, wenn es nicht eine so ernste und todtraurige Angelegenheit wäre!

Danke, Deutschland

Advertisements

2 Antworten to “„Pannen“helfer gesucht – Bewerbungen an Polizei und Verfassungsschutz”

  1. einkritischerblick April 26, 2013 um 18:19 #

    Hier die Hintergründe zu den Dönermorden. Also das, was eigentlich verschleiert werden soll. dafür musste man das der bösen NSU anhaften und medienwirksam die „Zwickauer Terrorzelle“ erfinden.

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77108510.html

    • BRD-AKUT April 26, 2013 um 18:45 #

      Ja, vielen Dank, bemerkenswert ist das Erscheinungsdatum, ein Jahr vor „auffliegen“ von NSU-Gate:

      „Es gibt Hinweise, dass eine Allianz türkischer Nationalisten, Gangster und Geheimdienstler dahinter stehen könnte.“

      Danke für den Link

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s