Freiheit am Hindukush verteidigt? Taliban gewinnt!

26 Jun

breitbart.com

Gestern :

Taliban-Angriff auf Präsidentenpalast in Kabul

Kämpfer der Taliban haben den Präsidentenpalast in der afghanischen Hauptstadt Kabul angegriffen. Der Überfall begann am frühen Morgen und richtete sich auf das östliche Tor. Es waren mehrere Explosionen zu hören. Den Sicherheitskräften gelang es die Lage nach rund 90 Minuten unter Kontrolle zu bringen.

General Mohammad Ayoub Salangi, der Polizeichef von Kabul, erkärte: “Einem Auto gelang es, mit falschen Ausweispapieren bis zum Tor vorzudringen. Als die Wächter nach den Papieren fragten, stiegen zwei der Männer aus und das Auto explodierte. Die Wächter haben alle Angreifer getötet.”

Zum Zeitpunkt des Anschlags warteten Journalisten in dem schwer bewachten Palast auf den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai, der zu einem Pressetermin erscheinen sollte. Sie gingen in Deckung, als die Sicherheitskräfte das Feuer erwiderten. Es blieb zunächst unklar, ob sich Karsai zur Tatzeit in dem Gebäude aufhielt.

Die Taliban bekannten sich zu dem Angriff. (euronews)

Heute :

USA und Kabul für direkte Gespräche mit Taliban

Ende des Boykotts: Afghanistan will zusammen mit den USA nun doch direkt mit den Taliban verhandeln. Es sei der sicherste Weg, um die Gewalt zu beenden. Erst am vergangenen Dienstag hatten Taliban in Kabul den Präsidentenpalast angegriffen.

US-Präsident Barack Obama und der afghanische Staatschef Hamid Karsai unterstützen Gespräche mit den islamistischen Taliban in deren Verbindungsbüro im Golfemirat Katar. Das gab das Weiße Haus in einer Erklärung bekannt. Demnach erklärten Karsai und Obama in einem Telefonat ihre „Unterstützung für das Büro in Doha zum Zwecke von Verhandlungen zwischen Afghanistans Hohem Friedensrat und autorisierten Vertretern der Taliban.

Beide Seiten seien sich der Erklärung zufolge außerdem einig, dass für 2014 vorgesehene „freie, faire und glaubwürdige Wahlen“ in Afghanistan für die Zukunft des Landes von entscheidender Bedeutung seien. Obama und Karsai beteuerten, dass Friedensgespräche unter Federführung der Afghanen „der sicherste Weg zur Beendigung der Gewalt und Sicherstellung anhaltender Stabilität in Afghanistan und der Region“ sind, teilte das US-Präsidialamt mit.

Bisher hatte die afghanische Regierung Gespräche in Doha boykottiert, unter anderem, weil in dem Büro die Insignien ihres alten Taliban-Regimes zur Schau gestellen wurden. Karsai hatte sich vor allem am Namen gestört, den die Taliban ihrem Büro gegeben hatten. Über den Titel „Islamisches Emirat Afghanistan“ sei der Präsident „nicht glücklich“, hieß es. Der Washington Post zufolge hatte US-Außenminister John Kerry die Taliban überzeugt, das umstrittene Klingelschild zu entfernen – auf der neuen Plakette steht nun „Politbüro der afghanischen Taliban“.

Zudem ging es Karsai daraum, dass eine Beziehung zu den USA nur auf Augenhöhe funktioniere. Afghanistan wollte sich an Friedensverhandlungen nur dann beteiligen, solange es sich um einen vollständig von den Afghanen geführten Prozess handle. Karsai war offensichtlich nicht damit einverstanden, dass die Amerikaner bereits direkte Gespräche mit den Taliban führten.

Obama und Karsai unterhielten sich den Angaben zufolge nun auch über die Übergabe der Sicherheitskontrolle an afghanische Streitkräfte. Die US-Truppen wollen das Land bis Ende kommenden Jahres verlassen.

Erst am vergangenen Dienstag hatten Taliban den Präsidentenpalast in afghanischen Hauptstadt Kabul angegriffen. In einem etwa 90-minütigen Feuergefecht wurden die vier Angreifer und drei afghanische Soldaten getötet. Einige Detonationen hatten sich auch am Büro des US-Geheimdienstes CIA, dem Hauptquartier der Internationalen Schutztruppe Isaf und der UN-Vertretung ereignet, berichtete ein örtliche Rundfunksender. (sz)

Was sagt uns das?

1. Man hätte aus der Geschichte lernen können, Menschenleben erhalten, Geld sparen.

Hätte man die Briten gefragt :

Erster Anglo-Afghanischer Krieg 1839 bis 1842

Im Jahr 1837 eskalierten die russischen und britischen Interessen in einem Konflikt zwischen dem Schah von Iran und Dost Mohammed, dem Herrscher von Afghanistan.(…)

Am 11. Oktober 1842 zogen sich die Truppen aus Kabul und in der Folge aus Afghanistan vollständig nach Indien zurück, nachdem die Britische Ostindien-Kompanie zu dem Schluss gekommen war, dass die fortgesetzte Besetzung zu riskant und kostspielig war.

Zweiter Anglo-Afghanischer Krieg 1878 bis 1880

Zum Zweiten Anglo-Afghanischen Krieg kam es 1878.(…)

Die im April 1880 gewählte neue britische Regierung unter William Ewart Gladstonegab sich mit dem Erreichten zufrieden und beschloss 1881 den Abzug der Truppen.

Dritter Anglo-Afghanischer Krieg 1919

Im dritten Anglo-Afghanischen Krieg im Mai 1919 konnte die afghanische Armee unter dem im selben Jahr an die Macht gekommenen Amanullah Khan gegen die Briten anfangs mit Unterstützung aller Stammeskrieger größere Erfolge erzielen. Im Gegenzug bombardierten die Briten den Palast Amanullahs. Am 8. August 1919 erfolgte im Frieden von Rawalpindi die provisorische Anerkennung Afghanistans als souveräner und unabhängiger Staat durch Großbritannien.(wikipedia)

Hätte man die Russen gefragt :

Kalter Krieg, 1979-1989
Auf Ersuch der DVPA (Demokratischen Volkspartei) marschierten sowjetische Truppen im Dezember 1979 in Afghanistan ein, um die bestehende sozialistische Herrschaft zu sichern. Auch ein Übergreifen der islamischen Widerstandsbewegung auf sowjetische Gebiete sollte verhindert werden. Aus sowjetischer Sicht war die militärische Intervention völkerrechtlich mit dem Freundschafts- und Beistandspakt von 1978 legitimiert, stieß jedoch außerhalb des Warschauer Paktes auf entschiedene Ablehnung.

Die sowjetischen Soldaten (insgesamt mehr als eine halbe Millionen von 1979-1989) sollten den offenen Bürgerkrieg beenden, den fortschreitenden Zerfall Afghanistans verhindern und den Fortbestand einer handlungsfähigen prosowjetischen Regierung in Afghanistan sichern. Diese Ziele wurden trotz des intensiven militärischen Engagements nicht ansatzweise erreicht und der zunächst innerafghanische Konflikt weitete sich auf internationaler Ebene aus.(whywar.at)

Im Afghanistan-Krieg sah sich die Sowjetarmee in unwegsamem Gelände mit einem langwierigen, für sie ungewohnten Guerillakrieg konfrontiert. Mit diesem Abenteuer handelte sich die Supermacht Sowjetunion weitere moralische Probleme sowie starke materielle und personelle Abnutzungserscheinungen in ihren Streitkräften ein. Zwar konnte die 40. Armee der Sowjetarmee nahezu jedes größere Gefecht gegen den von einheimischen und ausländischen Kräften getragenen Widerstand gewinnen und vor allem in der ersten Hälfte des Konflikts dank ihrer Hubschrauberflotte große Erfolge verbuchen. 1988 beschloss die politische Führung jedoch, den Rückzug der Truppen aus dem verwüsteten Land einzuleiten, der zu Beginn des Jahres 1989 abgeschlossen war. Die afghanische Regierung wurde auch weiterhin von der Sowjetunion unterstützt, beispielsweise durch das Einfliegen von Waffen und Hilfsgütern. Afghanistan versank in der Folge in einem jahrelangen blutigen Bürgerkrieg.(wikipedia)

2. Stetige Gegenwehr lohnt sich! Und natürlich auch der Heimvorteil, von dem die Afghanen profitieren und profitierten, hat dazu beigetragen, das bislang kein ausländischer Aggressor seine Ziele dort durchsetzen konnte.

3. Deutschland hat niemals seine „Freiheit am Hindukush verteidigt“. Und wenn „man“ doch darauf besteht, dann hat man halt verteidigt, bis die Verteidigung gefallen ist.

Einer der Gründe für die Besatzung ist die Unterstützung der CIA beim füllen ihrer Schwarzen Kassen :

Und wie geht „Deutschland“ mit den Veteranen um, die aus diesem sinnlosen Krieg heimkehren :

Trauma bei Bundeswehr-Soldaten:

Der Kampf des kaputten Kriegers

Eine Explosion in Afghanistan machte aus dem Elitesoldaten Sedlatzek-Müller ein seelisches Wrack. Diagnose: Krieg im Kopf. Schwer traumatisiert flüchtete er in den Alkohol, Hilfe von der Bundeswehr gab es kaum.(spon)

Jedenfalls heisst es mal wieder – Mission Accomplished – positiv für die Taliban. Denn einen Tag nach Angriffen durch die Taliban auf das Regierungsviertel in Kabul diesen „direkte Gespräche“ anzubieten, ist eine Kapitulations-Erklärung der USA und der durch sie installierten „Regierung“ in Kabul :

Hamid Karzai  

Geboren 1958 in der Provinz Kandahar

Er studierte Rechtswissenschaften in Kabul, Simla (Indien) und in den USA.

Spätestens ab Mitte 1980er fungierte er als Verbindungsglied zwischen den verschiedenen Mujaheddin-Gruppen einerseits und der US-Regierung resp. dem CIA andererseits, um die Waffenlieferungen zu regeln und zu sichern.

Auch die „Taliban“ umwarben ihn, den Stammesfürsten der Popalzai, zu denen auch ihr Führer Emir Umar* gehüren soll, lange schon bevor sie zum Machtfaktor wurden. Und er unterstützte sie.

(akila.beepworld.de)

CIA soll Karsai mit Rucksack-Millionen versorgt haben

Das „Geistergeld“ kommt in Tüten, Koffern und Rucksäcken: Um seinen Einfluss auf die afghanische Regierung zu sichern, karrt der US-Geheimdienst CIA laut „New York Times“ seit Jahren reichlich Bargeld in den Palast von Präsident Karsai. Dutzende Millionen Dollar sind so versickert – positive Folgen hat die Geldsack-Politik nicht.(sz)

Und sein mittlerweile ermordeter Bruder :

Aber Deutschland ist ja nur da, um seine Freiheit zu verteidigen. Die vermeintliche Kapitulation der USA und Karzai´s ist ein Schlag ins Gesicht aller verwundeten und getöteten Bundeswehrsoldaten und ihrer Angehörigen!

fail

Von wegen, Freiheit verteidigen! Raub-Kapitalismus missionieren, dafür kämpfen deutsche Soldaten in Afghanistan, während ihre Feldpost gelesen, überwacht wird(jaja, angeblich war es ja nur eine Sortiermaschine…). Der 53. Bundesstaat der USA hat halt zu gehorchen, wenn BigBrother befiehlt.

Jedenfalls spielt Afghanistan das Kriegsspiel wieder einmal zu Null, während ausländische Aggressoren sich das ein und andere „Törchen“ eingefangen haben.

Deutsche Soldaten raus aus allen von den westlichen Industrie-Nationen geschaffenen Krisengebieten, raus aus dem Dienst der Globalisten und ihren dunklen Machenschaften.

Danke, Deutschland

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