Bad Kleinen´93 – Verfassungsschutz,V-Männer,Ceskas und Terrorismus

29 Jun

Bahnhof von Bad Kleinen, Mecklenburg-Vorpommern, 27. Juni 1993. Durch die Fußgängerunterführung unter den Gleisen laufen eine Frau und zwei Männer Richtung Bahnsteig 3 / 4. Plötzlich bleiben die Frau und einer der Männer stehen, als würden sie auf einen Aushang oder einen Fahrplan schauen wollen. Der andere Mann geht weiter.

Es ist der mutmaßliche»RAF«-Terrorist Wolfgang Grams. Plötzlich ertönen hinter ihm Rufe: »Polizei! Stehen bleiben!« Oder so ähnlich. Doch Grams bleibt nicht stehen, sondern rennt Richtung Bahnsteig 3 / 4, eine Gruppe von GSG-9-Beamten hinter sich. Als er Sekunden später die Treppe zum Bahnsteig hoch stürmt, wird sofort gezielt geschossen. Aber kurz darauf ist nicht nur Wolfgang Grams tot, sondern auch der GSG-9-Beamte Michael Newrzella. Newrzella liegt auf dem Bahnsteig, Grams auf Gleis 4.

Ein Resultat, das Fragen aufwarf: Warum gab es am Ende einer Festnahmeaktion durch die sagenhafte GSG-9-Truppe gleich zwei Tote? Wer hatte hier eigentlich wen erschossen und warum? Die wenigen Sekunden vom Beginn der Aktion bis zum Tod der beiden Männer ließen die Republik stillstehen und einen Minister (Bundesinnenminister Rudolf Seiters) und den Generalbundesanwalt (Alexander von Stahl) zurücktreten. Und diese Sekunden wurden schließlich mit behördlichen Geschichten und Untersuchungsberichten angefüllt, die einen halbwegs logischen Zusammenhang zwischen der Ausgangs- und der Endsituation herstellen sollten.(kopp)

Soweit die offizielle Geschichte der Behörden. Doch mit Blick auf NSU-Gate wird es jetzt erst richtig interessant :

Dem seit 1985 als V-Mann des Verfassungsschutzes tätigen Klaus Steinmetz war es Anfang der 90er Jahre gelungen, in das Umfeld der Rote Armee Fraktion vorzudringen. Steinmetz nahm an diversen nichtmilitanten Aktionen teil und drang im Laufe der Zeit immer tiefer in die Szene ein. Ende Februar 1992 gelang es ihm, Birgit Hogefeld in Paris zu treffen. Im April 1993 traf Steinmetz erstmals auf Grams, allerdings ohne ihn sofort zu identifizieren. Der Verfassungsschutz beschloss, Hogefeld und Grams festnehmen zu lassen. Auf Wunsch des Verfassungsschutzes sollte die Aktion so durchgeführt werden, dass Steinmetz weiter als V-Mann eingesetzt werden konnte.

Die Anwesenheit des V-Manns Steinmetz wurde zunächst auf Anordnung des rheinland-pfälzischen Innenministers Walter Zuber geleugnet. Der Verfassungsschutz hatte den Plan, Steinmetz weiterhin als V-Mann einzusetzen. Den beteiligten Beamten und dem Generalbundesanwalt Stahl wurden dafür keine Aussagegenehmigungen erteilt, Augenzeugen im Café wurde eingeredet dass nur zwei Personen anwesend gewesen seien und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger verweigerte die Aussage darüber in den Parlamentsausschüssen. Steinmetz wurde vom BKA vernommen, es gab ein Ermittlungsverfahren und einen Haftbefehl gegen ihn. Für eine Anklage waren die Beweise zu dünn(wikipedia)

Kommt das irgendjemand bekannt vor, Verfassungsschutz, V-Mann, Tarnen, Täuschen, Töten? In jedem Fall, wo in Deutschland die Rede von Terrorismus(nicht der auf Geheiß US-Amerikas erfundene bzw. heraufbeschworene) ist, ist unweigerlich auch die Rede vom Verfassungsschutz, von Verstrickungen, V-Männern, Lügen und Verwischen der wahren Tathergänge und Hintergründe.

Als Kind durfte ich unendlich oft hören :“Es ist doch komisch, das immer, wenn andere „Scheisse“ bauen, du dabei gewesen bist.“ Konsequenz daraus : Meine Eltern haben mir nicht mal mehr dann geglaubt, wenn ich wirklich unschuldig war. Seltsamerweise passiert das beim Verfassungsschutz nicht. Zufall? Wohl kaum!

Eine Augenzeugin sagte folgendes aus, warum sollte sie sich das als völlig Unbeteiligte aus der Nase ziehen?

Auf dem Bahnsteig an Gleis 3 / 4 gab es einen Kiosk,und die Inhaberin konnte das ganze Geschehen beobachten. Kurze Zeit später gab sie bei dem Monitor-Journalisten Philipp Siegel eine Eidesstattliche Erklärung ab.

Hier der Original-Text:

»Zuerst dachte ich an einen Streich von Jugendlichen. Ich hörte

Schüsse aus dem Fußgängertunnel und glaubte an Silvesterknaller.

Dann wurde laut geschrien, ich hörte das Gebrüll eines

Mannes: ›Halt, stehen bleiben.‹ Im gleichen Moment wurde wieder

geschossen. Ich sah dann einen Mann auf das Gleis beim

Bahnsteig 4 stürzen. Der Mann lag reglos auf dem Gleis. Später

erfuhr ich dann, dass es der Wolfgang Grams war. Ich dachte

schon, der Grams sei tot. Dann traten zwei Beamte an den reglos

daliegenden Grams heran. Der eine Beamte bückte sich und

schoss aus nächster Nähe mehrmals auf den Grams. Dabei sah

der schon wie tot aus. Der Beamte zielte auf den Kopf und schoss,

aus nächster Nähe, wenige Zentimeter vom Kopf des Grams entfernt.

Dann schoss auch der zweite Beamte auf Grams, aber mehr

auf den Bauch oder die Beine. Auch der Beamte schoss mehrmals

(Joanna Baron: Eidesstattliche Erklärung zur Vorlage bei Gericht, Bad Kleinen,

den 30.6.1993)

Sowohl der Spiegel-Informant als auch eine Kioskverkäuferin, die im Magazin Monitor als Augenzeugin auftrat und ebenfalls eine „Hinrichtung“ gesehen haben will, stellten sich bei den Ermittlungen aus Sicht der Ermittler als unglaubwürdig heraus.

Herrlich! „…stellten sich bei den Ermittlungen aus Sicht der Ermittler als unglaubwürdig heraus.“ Aber natürlich! Der deutsche „Staat“ möchte seine Handlanger schützen, denn sie werden in Zukunft noch gebraucht, für schmutzige Jobs. Dieser „Staat“ schickt also seine Ermittler los. Und, oh Wunder, was kommt wohl dabei heraus? Was käme wohl dabei raus, wenn man einen Mitangeklagtentäter die Untersuchung in seinem eigenen Fall führen lässt? Wahrscheinlich, das die belastenden Augenzeugen unglaubwürdig sind.

Im März 1995 wurde die Aussage der Kioskverkäuferin dann durch einen weiteren Zeugen bestätigt, der auch den Kopfschuss gesehen haben will – aus ca. 15 Metern Entfernung. Der Zeuge gab an, sich schon unmittelbar nach dem Vorfall in Bad Kleinen mehrmals schriftlich bei der Staatsanwaltschaft Schwerin gemeldet zu haben, darauf jedoch keine Reaktion erhalten zu haben.(akj.rewi.hu-berlin.de)

Sogar Augenzeugen reichen nicht aus, die „Macht“ hat immer Recht, zu 100%. Alle andere sind unglaubwürdig, Lügner, oder „Verrückte„, wie im Fall Mollath. Ein weiterer Aspekt machte mich stutzig, bei der Verbindung Verfassungsschutz-Terrorismus-V-Männer und Frauen…

Die bei Grams angeblich gefundene Waffe war eine…Ceska!

Grams Ceska

Grams Ceska

Welche Waffe wurde noch einmal für die in den Massenmedien so abfällig als „Dönermorde“ beschriebenen Tötungsdelikte durch die NSU verwendet?

nsu ceska1

Foto: Polizei/dapd

Foto: Polizei/dapd

Richtig, eine Ceska. Wer ist nochmal in den Fall verwickelt? Natürlich, der Verfassungsschutz! da macht auch folgende Meldung noch einmal mehr stutzig :

Bonn: Ceska-Pistole bei Salafisten gefunden

NSU und Salafisten – merkwürdiges Doppelspiel und gleiche Waffentypen

NSU und Salafisten – merkwürdiges Doppelspiel und gleiche Waffentypen

Die vier Salafisten, die wegen eines mutmaßlich geplanten Anschlags auf den Chef der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW festgenommen wurden, hatten sich eine Waffe mit hoher Symbolkraft besorgt.
Nach Information des SPIEGEL wurde in der Wohnung des Beschuldigten Marco G. in Bonn eine Pistole des tschechischen Herstellers Ceska, Kaliber 7,65 Millimeter, gefunden. Auch die Mitglieder des “Nationalsozialistischen Untergrunds” (NSU) bedienten sich bei ihrer Mordserie einer Ceska, Kaliber 7,65 Millimeter.(wachtamrhein.info)

Hat der Verfassungsschutz irgendwann einmal eine LKW-Ladung Ceska´s konfisziert? Kann er die jetzt jedem aushändigen, um seine Pläne in die Tat umsetzen zu lassen? Oder womöglich nachträglich unterjubeln, bei Bedarf(benötigtes Bauernopfer, oder wenn jemand unbewaffnet hingerichtet wurde z.B.)?

Ungereimtheiten bei der Spurensicherung:

Die Hand der Leiche Grams wurde vorschnell gereinigt, anstatt sie auf Schmauchspuren der Waffe hin zu untersuchen. Außerdem nährte eine Wunde an der Hand die Vermutung, dass Grams die Pistole gewaltsam entwunden wurde.

Der deutsche „Staat“ hat sich versucht, reinzuwaschen, indem er eine rechtsmedizinische Untersuchung in der Schweiz in Auftrag gab(der Vertuscher ist aber immer noch der Auftraggeber). Für die Reise der Leichenteile von Grams nach Zürich hat man „zufällig“ die Hände in direktem Kontakt zu Trockeneis verpackt, sodas die Haut aufgequollen ist. Was „zufällig“ nicht gerade gut für eine einwandfreie Untersuchung ist.

Zwei gegenteilige Gutachten seien dagegen unerwähnt geblieben, moniert Schwarz: Die Rechtsmedizin der Universität Münster habe das Blutspritzerbild eindeutig auf einen Suizid zurückgeführt. Und ein Waffensachverständiger habe ausgeschlossen, dass die festgestellten Hautrötungen an der Hand durch das Entwenden der Pistole entstanden sind.

Die Rechtsmedizin Münster(deutsche Rechtsmedizin!) kommt zu dem Schluss, das Aufgrund des Blutspritzerbildes ein Suizid stattfand. Wen wunderts! Interessant ist auch die Untersuchung, wenn man denn nach allen „Pannen“ des BKA noch von einer Untersuchung reden kann, in Zürich.

Noch bevor die Leiche von Wolfgang Grams für das Schweizer Gutachten genau untersucht werden konnte, wurde sie bei einer Obduktion in Lübeck auf Anordnung der beiwohnenden BKA-Beamten im Gesicht, an den Fingern, den Fingerspitzen, den Handinnenflächen sowie an der Einschussstelle in der Nähe des rechten Ohres gründlich gewaschen. Somit wurden Spuren vernichtet, die darüber Aufschluss darüber hätten geben können, ob ein Selbstmord oder ein Mord vorlag.

Spurenvernichtung wurde vom BKA auch an allen beteiligten Polizeiwaffen betrieben, so dass an ihnen keine Blut- und Gewebespuren mehr nachweisbar waren. Weiterhin wurden die Kleidungsstücke des Hauptverdächtigen GSG9-Beamten erst Tage nach dem Ereignis in Bad Kleinen asserviert – und zwar frisch gewaschen! Lediglich eine Jacke des Hauptverdächtigen, an der sich Blutspuren befanden, taugte zu näheren Untersuchungen.

Diese wurde jedoch eines nachts aus dem abgeschlossenen Asservatenschrank der Gerichtsmedizin Zürich („dem Heiligtum des Instituts“ Spiegel 48/93) gestohlen. Das angebliche Tatmotiv („eine Jacke kann jeder gut gebrauchen wenn es kalt wird“) ist der absolute Gipfel, denn die Jacke war schon in Münster zur Untersuchung zerschnitten worden. Weiterhin handelte es sich bei keinem der Obduzenten bzw. späteren Gutachter um Schussspurenexperten, so dass auch (zumindest teilweise) veraltete Methoden bei den Untersuchungen angewandt wurden.(wachtamrhein.info)

„Zufälle“ über „Zufälle“. Wenn man von „Pannen“ spräche, wäre da wieder der Bezug zur NSU.

Bei der Lieferung der Leichenteile von Wolfgang Grams, sowie der anderen Beweismittel von Lübeck nach Zürich ist dann auch noch zufällig die Versiegelung aufgeplatzt, so dass das BKA eine neue Versiegelung vornehmen musste. Dabei müssen die BKA-Beamten ein ziemliches Durcheinander angerichtet haben, denn die Züricher Kriminologen wussten bei der Ankunft der Lieferung teilweise nicht, welches Asservat wem zugeordnet werden sollte. Was die BKA-Leute sonst noch mit den Leichenteilen angestellt haben weiß keiner.

Selbst das Schweizer Gutachten, dass ja die staatsanwaltschaftliche Selbstmordthese wie gewünscht im Ergebnis stützte, wurde vom Bundestagsinnenausschuss zur geheimen Verschlusssache erklärt und durfte nur in einer 5seitigen Pressemitteilung Öffentlichkeit erlangen. Dabei ist die Selbstmordthese völlig unwahrscheinlich: nachdem Wolfgang Grams gestürzt war (fünf Polizeikugeln hatten ihn schon getroffen) lag er auf seinem rechten Arm. Nach dem Sturz kann er mit diesem also nicht mehr geschossen haben. Selbst wenn er dies geschafft hätte, so hätte er den rechten Arm dann nicht wieder unter seinen Körper schieben können, da augenblicklich eine vollständige Muskelerschlaffung eingetreten wäre. Die Kopfschusswunde befindet sich jedoch an seiner rechten Kopfseite. Sowohl die Bundesregierung, die Staatsanwaltschaft Schwerin und die Münsteraner Gutachter waren sich einig, dass der Kopfschuss erst erfolgte, als Grams schon lag. Erst das OLG Rostock versucht die somit eigentlich unmöglich gewordene Selbstmordthese damit zu retten, dass es nun behauptet Grams hätte sich im Fallen erschossen. Dagegen spricht jedoch, dass der Ort, an dem Teile des Geschosses gefunden wurden nur mit einer Schussabgabe im Liegen nachvollziehbar ist.

Weiterhin existiert ein unangefochtenes Gutachten von Prof. Bonte, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin an der Uni Düsseldorf und einer der renommiertesten Gutachter in der BRD, dessen Gutachten bisher auch oft und gerne von StaatsanwältInnen zur Beweisführung benutzt wurden. Danach muss aufgrund der Beschaffenheit von Hautabschürfungen an Grams‘ Handrücken, Wolfgang Grams die Waffe zu einem Zeitpunkt zu dem er noch lebte mit Gewalt aus der Hand genommen worden sein. Die offizielle Tatwaffe (die von Grams) kann somit also auch von einem GSG9-Beamten zur Tötung benutzt worden sein. Prof. Bonte weist weiterhin nach, dass entgegen dem Schweizer Gutachten die Schüsse auf Wolfgang Grams zwar nicht aus allernächster Nähe, wie bei einem Selbstmord, aber aus weniger als einem Meter Entfernung abgegeben wurden und stützt somit auch die zwei Zeugenaussagen.

Amerikanische Studien nähren neue Zweifel an der amtlichen Version über den Antiterror-Einsatz von Bad Kleinen.

In einem sensationellen Gutachten für die Eltern des Toten hatte Bonte vor einigen Wochen (SPIEGEL 23/1994) die bisherigen Ermittlungsergebnisse und gerichtsmedizinischen Analysen in Zweifel gezogen. Bonte glaubt, daß Beamte der Antiterror-Einheit GSG 9 Grams die Waffe vor dem tödlichen Kopfschuß entwanden. Hätte Bonte recht, könnte sich Grams kaum selbst getötet haben, wie die Staatsanwaltschaft Schwerin in ihrer Abschlußverfügung vom Januar behauptet.

Nun hat Bonte neue Belege vorgelegt, die auch die Polizeiversion von den Körpereinschüssen bei Grams in Zweifel ziehen könnten. Bonte stützt sich auf eine Untersuchung amerikanischer Wissenschaftler. Sie hatten, wegen eines Mordfalles, die Schußwirkung von Munition desselben Typs untersucht, der auch von der GSG 9 verwendet wurde. Die Ergebnisse lassen die Schlußfolgerung zu, daß Polizeibeamte Grams aus sehr viel geringerer Entfernung im Körper getroffen haben könnten als bisher angenommen.

Die Zeugin Joanna Baron, 44, Verkäuferin im Bahnhofskiosk, hatte angegeben, zwei Beamte hätten aus nächster Nähe auf den am Boden liegenden Grams gefeuert. Ein am Einsatz beteiligter Beamter, der sich dem SPIEGEL, nicht aber dem Staatsanwalt anvertraute, berichtete sogar von einer exekutionsähnlichen Erschießung.

Die amerikanischen Kriminologen jedenfalls kommen zu anderen Ergebnissen als der Wissenschaftliche Dienst der Stadtpolizei Zürich*.

Werden die amerikanischen Erkenntnisse bei der Auswertung der Verletzungen von Grams zugrunde gelegt, ergibt sich ein dramatisch anderes Bild:

Danach ist bei sämtlichen Schüssen nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich, daß die Schützen weniger als einen Meter von Grams entfernt waren. Damit fallen neue Zweifel auf die Aussagen der beteiligten Elite-Polizisten.

Die Schweriner Justizbehörden hat das bisher jedoch ziemlich kaltgelassen. Ein Staatsanwalt warnte davor, „Bontes Gutachten allzuviel Glauben zu schenken“.

Siegfried Kordus, Mecklenburg-Vorpommerns Chef des Landeskriminalamtes, ahnt, wie es weitergeht: „Bonte sagt nur, es könnte auch anders gewesen sein. Damit kann man doch leben. Da macht man dann noch ein, zwei Nachgutachten, und das war“s dann.“(spon)

Die Bilanz dieses Abschlußberichtes kann man so zusammenfassen: Heute läßt sich nichts mehr beweisen. Vor allem läßt sich nicht mehr beweisen, daß GSG 9-Beamte oder andere Polizeibeamte Wolfgang Grams durch einen Nahschuß ermordet haben. Deswegen – so die Bundesregierung – spreche nichts mehr zwingend gegen einen Suizid.
Um zu einem derartigen Ergebnis zu kommen, waren nahezu dreißig gravierende Pannen bei der Spurensicherung durch das BKA nötig. Nachdem die Top-Ermittler des technisch hochgerüsteten BKAs bei der Tatortarbeit und bei der Spurensicherung durch eine Serie von Fehlern im „handwerklichen Bereich“ – wie das von Kanther genannt wird -, zur Vernichtung wichtiger Spuren und Beweise beitrugen, war die Grundlage für die Entlastung der GSG 9 und des BKAs gelegt.
Erst nachdem unter anderem

  • BKA-Beamte „in Verkennung der … Zuständigkeit“ Polizeibeamte der Lübecker Polizei von der Leichenschau Wolfgang Grams fernhielten
  • BKA-Beamte dann Spuren an Kopf und Händen der Leiche Wolfgang Grams bei der Obduktion „irrtümlich“ und wegen „unzureichender Erfahrung“ beseitigten
  • BKA-Beamte die Asservierung der Haare Wolfgang Grams „aufgrund eines Mißverständnisses“ unterließen
  • BKA-Beamte frühzeitig die Waffen der GSG 9-Beamten beschossen hatten und somit eventuelle Blut- und Gewebeanhaftungen im Mündungsbereich dieser Waffen beseitigten
  • BKA-Beamte nicht willens waren, trotz aufkommenden Verdachts einer Tötung Wolfgang Grams durch einen Nahschuß durch Polizeibeamte, eine „an sich gebotene Neuaufnahme der Tatortarbeit“ durchzuführen
  • BKA-Beamte die Lage des schwerverletzten Wolfgang Grams und dessen Waffe in den Gleisanlagen nicht dokumentierten und heute nicht mehr klären können usw. usw.

war die unbewiesene Behauptung von einer Selbsttötung Wolfgang Grams möglich.(nadir.org)

„Deren“ Wahrheit steht also schon fest, unabhängig von Augenzeugenaussagen und gegenteiligen Beweisen und Befunden. So ist das halt nun mal in Deutschland. Die da Oben haben immer Recht! Und wenn der Tote wieder zum Leben erwachen, und die Beteiligten schwer belasten würde, würde selbst das Mordopfer noch als Unglaubwürdig dargestellt! Eine Krähe…

Ob man nun Verena Becker im Buback-Fall nimmt, oder Beate Zschäpe, die wie Becker schweigt, die Verwicklung oder Strippenzieherei beim Oktoberfestattentat, das Celler Loch etc, immer wieder VERFASSUNGSSCHUTZ! Mir wurde früher auch desöfteren vorgehalten : Mitgehangen, mitgefangen. Was mir dann auch irgendwann einleuchtete. Wenn ich mich immer und immer wieder an Orten aufhalte, an denen „zufälligerweise“ schwere Straftaten ausgeübt werden(wie z.B. Graffiti,Sarkasmus) muss „man“ ja zwangsläufig annehmen, das ich Dreck am Stecken habe.

Auch diese Schuldsvermutung findet nicht statt, im Bezug auf den VerfSch, von denen da Oben. Zufall?

Natürlich nicht, wenn man entweder im Grunde der Auftraggeber ist, oder aber „seine“ Dienste nicht mehr in der Hand hat, wenn „man“ sie denn je unter Kontrolle hatte. Die Fakten sprechen dagegen, das dies je so war!

Also haben wir hier im 53. Bundesstaat der USA auch „unsere“ kleine CIA, eine dunkle, unktrontrollierbare Macht, die unbescholten jenseits von Recht und Ordnung agieren kann, darf. Kann man bei dieser Strippenzieherei nicht auch von einer Schattenregierung sprechen?

Jedenfalls wird auch bei diesem Fall einmal mehr klar, das „Die da Oben“ ein eingeschworener Verein sind, der ohne Rücksicht auf Verluste agiert. Warum sie es tun?

Weil sie es können! Mit der Macht über die Massenmedien, die „Justiz“, die ausübenden Arme der „Justiz“(Polizei, Kripo, BKA, LKA, GSG9 und wie sie alle heissen…), über Steuergelder und sonstige Finanzen etc. Sie besitzen und Missbrauchen diese Macht!

Aber warum können sie diese Macht missbrauchen? Ganz einfach, weil niemand etwas dagegen unternimmt. Angehörige von denen da Oben haben natürlich kein Interesse, etwas zu ändern, da sie ja von all dem profitieren. Wir sind gefragt. Ja, genau, jeder von uns Steuerzahlern ist gefordert, den korrupten Steuerhinterziehern und Staatsterroristen das Handwerk zu legen.

Wie das genau auszusehen hat? Ich möchte mich hier nicht vor denen da Oben schuldig machen, aber wenn ich nur laut denke, das wir ja jetzt mittlerweile gelernt haben dürften, das friedliche Demonstrationen und Proteste im besten Fall nur müde belächelt werden, im schlimmsten, aber an Häufigkeit zunehmendem Fall die Teilnehmer illegal ihrer Kommunikationsdaten beraubt, brutal und gewaltsam zusammengeknüppelt und verreizgast werden, teils schwer verletzt, mit Wasserwerfern fast des Augenlichtes beraubt werden, um danach von der deutschen „Justiz“ noch wegen Landfriedensbruchs und Widerstand gegen die Staatsgewalt verurteilt zu werden… kann man sich ja ausmalen, was wohl der logischste Schritt wäre, wird man nicht ernstgenommen, nicht angehört, wenn man friedlich und sachlich bleibt.

Werden wir immer wieder daran erinnert, das Deutschland (angeblich) ein christliches Land sei, damit wir auch noch schön immer und immer wieder die andere Wange hinhalten? Scheint ja irgendwie zu funktionieren. Oder warum rennen „wir“ sehend ins Verderben? Lassen uns von denen da Oben unser Leben diktieren, wie, wann und wo wir was zu Denken und zu Tun haben. Lassen zu unserem Nachteil über unsere Köpfe hinweg scheinbar(weil sie nur Marionetten sind) von denen Entscheidungen treffen, die sich „Volksvertreter“ schimpfen, von uns alimentiert werden, aber nur sich und ihresgleichen „vertreten“?

Warum lassen wir uns an der Nase herum hinter´s Licht führen? Wissen denn nicht mittlerweile die meisten von uns Bürgern, wie der Hase läuft.

„Die Welt ist viel zu gefaehrlich, um darin zu leben – nicht wegen der Menschen, die Boeses tun, sondern wegen der Menschen, die daneben stehen und sie gewaehren lassen.“

Albert Einstein

Ist uns wirklich alles egal? Solange jeder einzelne von „uns“ nur denkt, es würde ihm gut gehen. Egal ,was mit den anderen ist. Man sollte dabei aber nicht vergessen, das man ja selber einer von den anderen ist, man ist Teil der Gesellschaft. Wenn einer für einen Hungerlohn arbeitet, vielleicht Pech gehabt. Wenn 100 für einen Hungerlohn arbeiten,vielleicht Selbst schuld. Wenn aber Millionen Menschen für Hungerlöhne arbeiten müssen, weil sie nichts dagegen unternommen haben, das es gar nicht erst so weit kommt, dann ist die Allgemeinheit betroffen.

Und die Allgemeinheit bist auch Du!

Wenn durch krisenbedingte Inflation, weil Bankenrettung das Maß aller Dinge zu sein scheint, alles teurer wird, nachdem sich mit dem Euro die Preise schon verdoppelt haben, ist auch dein Kühlschrank betroffen, wenn du dir den Strom für ihn noch leisten kannst.

Wenn du überhaupt eine bezahlbare Miet-Wohnung gefunden hast, in der du Strom für einen Kühlschrank brauchen würdest.

Wenn deine Kinder als Abiturienten nach 12,13 Schuljahren von russischen Sechstklässlern in Sachen Bildungsstand in den Schatten gestellt werden, ist auch deine Familie betroffen.

Genau wie von ungesundem Essen, weil es nichts mehr anderes gibt, übertrieben gesagt, sind wir alle betroffen, auch Du.

Hast Du, habt ihr verstanden, worauf ich hinaus will? Der „uns“ anerzogene Egoismus muss abgeworfen werden. Es wird immer nach Zivilcourage, nach einem Eingreifen, nach Hilfeleistung gerufen, wenn wieder einmal ein paar Jugendliche brutale Straftaten begangen haben. Wo bleiben diese Rufe, wenn es nicht Jugendliche, sondern z.B. Polizisten sind, die diese Straftaten begehen? Wo ist die Zivilcourage auf Demo`s, wo hunderte von Menschen zusehen, wie andere Demonstranten zusammengeschlagen werden.

Warum wird da nicht eingegriffen, so wie es ja auch von jedem Passanten verlangt wird, wird er Zeuge einer brutalen Schlägerei. Und da man auf Demo´s schlecht die Polizei zur Hilfe rufen kann, weil man ja gerade von dieser brutal misshandelt wird, wird man wohl selber zur Tat schreiten müssen. Es wundert mich immer wieder, wieso, sagen wir mal 2000 Demonstranten von einer viel kleineren Minderheit von Polizisten misshandelt werden, ohne das Macht der schieren Masse der Demonstranten genutzt wird, den Spiess umzudrehen.

Vielleicht sollte man ja mal mit diesen Hilfsmitteln auf eine Demo gehen, mit sagen wir mal 100 Leuten, nur um gleiche Bedingungen zu schaffen :

anti riot anzugbrustschutzHelmGummiknüppelsprayAnti-Riot-ShieldMilitary-Police-Gas-Mask-with-Drinking-Device

Aber „wir“ halten lieber noch die andere Wange hin…

Aufwachen

Danke, Deutschland

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