„Angesichts der entwürdigenden Prozeduren auf den Jobcentern ist es kein Wunder, dass Millionen auf Leistungen verzichten“

1 Jul

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„Angesichts der entwürdigenden Prozeduren auf den Jobcentern ist es kein Wunder, dass Millionen auf Leistungen verzichten. Die Abschreckung durch Diskriminierung spart dem Staat pro Jahr mindestens 20 Milliarden Euro.“

Katja Kipping

Juni 2013 Arbeitslosenzahlen + nicht mitgezählte Arbeitslose, laut Bundesagentur für Arbeit

Tatsächliche Arbeitslosigkeit im Juni 2013: 3.737.998
Offizielle Arbeitslosigkeit: 2.864.663
Nicht gezählte Arbeitslose: 873.335

Nicht gezählte Arbeitslose aufgeschlüsselt:
Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld I und/oder ALG II: 206.123
Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten): 122.525
Förderung von Arbeitsverhältnissen: 6.519
Fremdförderung: 89.691
Beschäftigungsphase Bürgerarbeit: 28.037
berufliche Weiterbildung: 159.173
Aktivierung und berufliche Eingliederung (z.B. Vermittlung durch Dritte): 174.430
Beschäftigungszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose): 5.379
Kranke Arbeitslose (§126 SGB III): 81.458

Quellen: Bundesagentur für Arbeit: Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland. Monatsbericht Juni 2013, Seite 66. Die dort aufgeführte Altersteilzeit sowie Gründungszuschüsse und sonstige geförderte Selbstständigkeit haben wir in der Tabelle nicht berücksichtigt. Die dort ebenfalls aufgeführten älteren Arbeitslosen, die aufgrund verschiedener rechtlicher Regelungen (§§ 428 SGB III, 65 Abs. 4 SGB II, 53a Abs. 2 SGB II u.a.) nicht als arbeitslos zählen, befinden sich in der Gruppe Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld I oder ALG II.

Arbeitslosigkeit in Deutschland: Erste Anzeichen der Rezession

Im Juni erhielten 5,21 Millionen erwerbsfähige Personen in Deutschland Arbeitslosengeld. Die Quote der Arbeitslosengeld-Empfänger liegt somit bei circa 12 Prozent. Damit zeigen sich auch in Deutschland erste Anzeichen einer Rezession.

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen erneut eine positive Entwicklung: mehr Erwerbstätige und weniger Erwerbslose. Die Bundesagentur für Arbeit meldet einen Anstieg der als arbeitslos Registrierten um 2 Prozent. Doch das größte Problem sind die knapp 4 Millionen Unterbeschäftigten, die als erwerbstätig gelten, obwohl sie von ihrer Arbeit nicht leben können.

Im Mai 2013 waren 41,8 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig, berichtet Destatis. Das sind 253.000 Erwerbstätige mehr als ein Jahr zuvor.

Die Zahl der Erwerbslosen ist im selben Zeitraum um 106.000 zurückgegangen und lag im Mai 2013 bei 2,25 Millionen Personen. Die saisonal bereinigte Erwerbslosenquote lag bei 5,3 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte sie noch 5,6 Prozent betragen.

Tatsächlich ist die Zahl der Erwerbslosen viel höher. Denn wer nur wenige Stunden pro Woche arbeitet und von seinem Lohn nicht leben kann, kann eigentlich nicht als erwerbstätig betrachtet werden.

Zu den Erwerbstätigen zählen alle Personen, die eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben. Die tatsächliche Arbeitszeit ist dabei nicht von Bedeutung. So werden etwa auch Schüler, die sich ihr Taschengeld mit kleinen Jobs aufstocken, als erwerbstätig gerechnet. Personen, die gleichzeitig mehrere Jobs haben, werden allerdings nur einmal erfasst.

Als erwerbslos gilt jede nicht erwerbstätige Person im Alter von 15 bis 74 Jahren, die aktiv nach einer Tätigkeit gesucht hat. Diese Zahlen sind unabhängig von den gemeldeten Arbeitslosen bei der Bundesagentur und beruhen auf einer kontinuierlich durchgeführten Haushaltsbefragung.

Statistik der Bundesagentur für Arbeit

„Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich alles in allem in einer guten Verfassung. Er entwickelt sich trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds robust“, sagte Frank-J. Weise, der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag.

Nach der Statistik seiner Behörde liegt die Zahl der Arbeitslosen im Juni bei 2,86 Millionen. Das sind 56.000 mehr Arbeitslose als im Juni des Vorjahres, ein Anstieg um 2 Prozent. Daraus ergibt sich eine Arbeitslosenquote von 6,6 Prozent.

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld I stieg im Vergleich zum Juni 2012 um 80.000 auf nunmehr 851.000 Personen. In der Grundsicherung (Hartz 4) waren 1,97 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, 25.000 weniger als vor einem Jahr.

Doch der Großteil der Hartz-4-Bezieher ist nicht arbeitslos gemeldet. Das liegt daran, dass diese Personen unterbeschäftigt sind (3,84 Millionen), kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden. Die Zahl der Hartz-4-Bezieher im erwerbsfähigen Alter lag im Juni bei 4,46 Millionen.

Insgesamt erhielten im Juni 5,21 Millionen erwerbsfähige Personen Arbeitslosengeld I oder II. Die Quote der erwerbsfähigen Arbeitslosengeld-Empfänger liegt im Juni somit mit circa 12 Prozent fast doppelt so hoch wie die offizielle Arbeitslosenquote.(DWN)

Und ein weiteres mal werden wir offiziell belogen! 5,2 Millionen Menschen erhielten im Juni Alg I oder II. Dann rechnen wir noch folgendes dazu :

Fünf Millionen verzichten aus Scham auf Hartz IV

Forscher der Bundesagentur für Arbeit haben errechnet, dass Millionen Menschen auf Hartz IV verzichten, obwohl sie einen Anspruch haben. Dadurch spart der Staat jährlich bis zu 20 Milliarden Euro.

In Deutschland beantragen Millionen sozial schwache Menschen keine Hartz IV-Leistungen, obwohl sie Anspruch darauf hätten. In einer aktuellen Berechnung gehen Forscher des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von 3,1 bis 4,9 Millionen Betroffenen in verdeckter Armut aus, wie der Berliner „Tagesspiegel“ berichtet.

Umgerechnet verzichteten damit zwischen 34 und 44 Prozent der Berechtigten auf staatliche Unterstützung, also mehr als jeder dritte. Als mögliche Gründe nennen die Forscher in ihrer Studie Unwissenheit, Scham oder eine voraussichtlich nur geringe Leistungshöhe und -dauer.

„Angesichts der entwürdigenden Prozeduren auf den Jobcentern ist es kein Wunder, dass Millionen auf Leistungen verzichten“, sagte die Linken-Vorsitzende Katja Kipping der Zeitung. „Die Abschreckung durch Diskriminierung spart dem Staat pro Jahr mindestens 20 Milliarden Euro“.

Kipping forderte eine bedarfsdeckende Mindestsicherung ohne Sanktionen anstelle von Hartz IV. Das IAB ist die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit.

DGB: Jeder sechste Arbeitslose rutscht in Hartz IV

Jeder sechste neue Arbeitslose in Bayern rutscht nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) direkt in Hartz IV ab. „Arbeitslosigkeit ist heute für viele gleich existenzbedrohend“, kommentierte Landeschef Matthias Jena eine Sonderauswertung der Arbeitslosenzahlen durch den DGB. Danach waren 16,3 Prozent der 420.400 Menschen, die im Jahr 2012 im Freistaat arbeitslos wurden, direkt auf die Grundsicherung angewiesen.

Am stärksten traf es Leiharbeiter – von ihnen geriet fast jeder Dritte direkt in den Hartz-IV-Bezug, statt zunächst Arbeitslosengeld zu bekommen. Dies ist dann der Fall, wenn der Betroffene entweder nicht lange genug berufstätig war, um Ansprüche auf Arbeitslosengeld zu erwerben.

Oder aber er hat so schlecht verdient, dass er ergänzend zu seinem niedrigen Arbeitslosengeld auf Hartz IV angewiesen ist. Jena forderte deshalb die Wiedereinführung jener Regelung, wonach schon nach einer Beitragszeit von drei Jahren ein Versicherungsanspruch von mindestens sechs Monaten galt.(welt.de)

So sieht die Realität schon eher aus, in dem Land, in dem „Milch und Honig fliessen“. 5,2 Millionen + 4,9 Millionen, da sind wir bei guten 10 Millionen Menschen in Deutschland, die eigentlich auf Sozialleistungen angewiesen wären, aber aus falscher Scham(der „Staat“ kassiert auch, ohne zu fragen…), oder aber aus Angst vor der Tortur des Spießrutenlaufens durch den Behördendschungel der oft herablassenden Mitarbeiter der zuständigen Behörden.

Mit falschem Schamgefühl meine ich aber auch, das gerade ältere Menschen, die Anspruch hätten, sich vor ihrer „Familie“(wäre ein Familiengefühl und eine Zusammengehörigkeit vorhanden, hätten diese Menschen kein Hartz4 nötig), ihren Freunden, Bekannten, Nachbarn schämen.

Für diese Menschen, die teilweise mit ihrer Arbeitskraft dafür gesorgt haben, das wir hier heute NOCH unbeschwert leben können(ohne Krieg, Seuchen u.ä.), ihr Leben lang gearbeitet haben, und heute von ihrer mickrigen Rente nicht leben können, ist es so etwas wie das Ende, muss man Hartz4 beantragen. Man will ja nicht zu den „Schnorrern, faulen Säcken, Sozialbetrügern“ gehören, wie Hilfe-Empfänger gerne von „Volksvertretern“ und Massenmedien tituliert werden.

Doch leider völlig unverständlich! Wenn man doch sein ganzes Leben lang hier gelebt und gearbeitet, also Steuern und Sozialabgaben geleistet hat, muss man sich doch nicht dafür schämen, sich das zu holen, was man einbezahlt hat, was einem zusteht! Was ist das denn für eine völlig falsche Logik?

Der „Staat“, der dafür gesorgt hat, das es überhaupt erst soweit kommen musste, da die „Elite“ nur in eigenem Interesse handelt, ihre eigenen Ziele verfolgt, spart so mindestens 20 Millionen Euro jährlich. Zum Dank für die Agenda2010, deren Macher sich vor kurzem noch rühmlich selbst gefeiert haben? Für mickrige Renten, miese, unterbezahlte, unsichere Jobs schenken wir denen noch 20 Millionen jährlich?

Nochmal, wo ist denn da die Logik, sich nicht das zu holen, was einem zusteht? Mit den jährlichen gesparten 20Millionen werden dann weitere Überwachungskameras und Spionageprogramme sowie Gummiknüppel, Pfefferspray, Wasserfer etc, finanziert, die gegen uns eingesetzt werden.

Wir bestimmen doch nicht die „Löhne“, die auf dem „Arbeitsmarkt“ gezahlt werden, wir werden damit abgespeist. Wir hofieren doch keine Immobilien-Haie und Heuschrecken-Konzerne, wir dürfen die horrenden Mieten für schlechte Wohnungen bezahlen. Wir rüsten doch nicht die Polizei mit Knüppeln, Gas usw. aus, und sagen ihnen , wo sie was zu tun haben, wir dürfen uns zusammenknüppeln, vergasen etc. lassen, wenn wir friedlich für unsere angeblichen Rechte einstehen.

Es gäbe unendlich viele Gründe, die aufzeigen, das es völlig falsch ist, sich nicht zu holen, was einem gebührt. Wir normalen Menschen haben alles, getan was wir konnten. Wir sind nicht verantwortlich dafür(eigentlich schon, weil wir es ja zulassen), das sich eine kleine Gruppe von Menschen auf Kosten der gesamten übrigen Menschheit immer weiter bereichert, ohne Rücksicht auf Verluste.

Wir werden von vorne bis hinten belogen, um suggeriert zu bekommen, besser als uns würde es ja keinem gehen. Leider sieht die Realität anders aus, die man allerdings nur erfahren kann, wenn man unter normalen Menschen lebt. Wenn man ein normales Leben lebt, für seine Kosten selber aufkommen muss. Wenn man Menschen, ihren Nöten, Ängsten und Sorgen persönlich begegnet, und nicht als geschönte Zahlen auf Papier, nicht auf Monitoren durch Videokameras gefilmt.

Da die „Elite“ aber auf ihrem „Eliten-Olymp“, weit über uns, weit weg von uns lebt,abgeschirmt, abgeschottet und gut bewacht, und nur von Oben auf uns herabschaut, uns unser Leben diktiert, von dem sie aber keinerlei Ahnung hat, ist sie logischerweise auch unfähig, uns Anhand ihrer Politiker-Marionetten zu „Regieren“, das „Gieren“ liegt ihnen viel näher.

Deshalb regieren sie auch nicht, sondern sie beherrschen uns! Wir, die normalen Menschen, sind die Nutzviecher, die Melkkühe, das Kanonenfutter. Sie haben unsere Köpfe infiltriert, unseren Geist programmiert, uns gefügig und zu Egoisten gemacht, indem sie uns falschen Idealen hinterherjagen lassen, falschen Wertvorstellungen. Sie wiegeln und gegeneinander auf, Arbeiter gegen Arbeitslosen, Alt gegen Jung, Krank gegen Gesund usw., damit wir ja kein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln können. Damit wir uns nicht gegen sie verbünden, ihnen ihre über alles geliebte Macht entreissen können.

Aufwachen!!!

Danke, Deutschland

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2 Antworten to “„Angesichts der entwürdigenden Prozeduren auf den Jobcentern ist es kein Wunder, dass Millionen auf Leistungen verzichten“”

  1. provinzbewohner Juli 1, 2013 um 17:22 #

    hartz 4 heisst auch residenzpflicht, kein bankgeheimnis, kein recht auf unverletzlichkeit der wohnung, zwangsarbeit und arbeitspflicht, sippenhaft und ausplünderung bis zum minimum.
    da überlegt sich mann oder frau zu recht, ob er sich der job-gestapo stellt.

    • BRD-AKUT Juli 1, 2013 um 17:34 #

      Aber genau das wollen DIE ja damit erreichen…

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