Nicht, das ich es nicht auch immer wieder betone: „Friedrich ist ein Idiot oder ein Lügner“, Jacob Appelbaum

13 Dez

Das ist mir einfach eine Herzensaglegenheit, mit diesem Friedrich-Artikel. Vor allem, weil hier mal nicht ich(alleine) die Wahrheit „behaupten“ muss!

appelbaum

dpa

(ntv) Netzaktivist Appelbaum, vor NSA und Co. nach Berlin geflohen, nennt Innenminister Friedrich einen „Lügner“. Den BND beschuldigt er, von der Merkel-Überwachung gewusst zu haben.

Da scheint unser von Paranoia und Verfolgungswahn durch muslimische Terroristen geplagter Staatsvoyeur , Deutschlands (möchtegern) allsehendes Auge, unser allseits beliebter Hüter von elitär befohlenem Recht und  elitär gewünschter Ordnung, der beste Kunde aller Wanzen-, Satelliten- und Überwachungskameraherstellern(kostet ja nix, ist ja nur Steuergeld) ja einen neuen Fan gefunden zu haben.

(…) Zur Feier für Schaar hat die Bundestagsfraktion der Grünen den US-Internetaktivisten Jacob Appelbaum ins Elisabeth-Lüders-Haus eingeladen. Interessiert lauscht der 30-Jährige der Simultanübersetzerin. Ungewöhnlich scharfe, laute Kritik spricht sie Appelbaum aus ihrem kleinen Kabuff per Kopfhörer ins Ohr. Wie Schaar den Schutz der Bürger vor einem informationshungrigen Staat fordert, um die Demokratie zu schützen; wie er die NSA Schmarotzer nennt, weil sie Kundendaten auf Servern einfach mitliest; wie er die Umkehrung von Regel und Ausnahme bei der Überwachung von Menschen und der Unschuldsvermutung beschreibt. All die Verletzungen der Grundrechte, die geschehen.

Appelbaum weiß das. Deshalb ist er nach Berlin gekommen. Er habe hier Bleiberecht beantragt, denn in seiner Heimat werde er von den Behörden schikaniert, sagt er.Der Amerikaner steht in Kontakt mit Edward Snowden, der Schlüsselfigur im NSA-Spionageskandal, er gehört zu dem kleinen Kreis, der Einblick in dessen Dokumente hat. Früher war er bei Wikileaks aktiv. Deutschland habe „die momentan beste Verfassung der Welt“, sagte Appelbaum im Sommer.

Naja, dann kann er sich ja noch nicht sehr viel mit Deutschland befasst haben, denn hier gilt das Grundgesetz. Und hätte er sich mit Deutschland irgendwann mal näher befasst, hätte er wohl doch kein Bleiberecht im 53. Bundesstaat der USA beantragt, um Schikanen durch Behörden zu entgehen. Naja, lassen wir ihm die Illusion, auch wenn es seltsam klingt, wenn er doch (angeblich)Kontakt zu Snowden hat. Der hätte ihm ja dann wohl ein paar Takte über die Finanzagentur Deutschland gesagt, bei dem Wissen, das Snowden(angeblich) hat.

Tun wir einfach mal so, als würde uns das nicht irgendwie seltsam vorkommen, ziehen wir also mal für kurze Zeit ein rosa-rotes Monokel an.

Der Grund: „Ihr seid Experten in den Schrecken dieser Zeit.“ Damit meint er Totalitarismus, Krieg, Überwachung in der Nazi-Zeit und durch die Stasi.

Also ehrlich, lieber Appelbaum, flieht man tatsächlich, wenn man sich wirklich auf der Flucht befindet, auf der Flucht vor US-amerikanischen Behörden in das Land, dessen Herrscher seit etlichen Jahrzehnten Erfahrung an Totalitarismus, Krieg, Überwachung in der Nazi-Zeit und durch die Stasi, danach durch die US-Schattenmacht sammeln konnte?

Was ist das denn bitteschön für eine Logik? Beim überfliegen(„Qualitätsmedien“ wie RTL-N-TV überfliegt man höchstens) habe ich nur die wahrheitsgemäßen Aussagen über Friedrich wahrgenommen, und deshalb sollte der Artikel eigentlich anders aussehen. Aber trotz des jetzt getragenen rosa-roten Monokels, welches mich durch ein Auge wie einen BILD-lesenden RTL-Zuschauer schauen lässt, stinkt diese Sache mehr und mehr, je weiter ich lese:

Exil Berlin

Der einzige flüchtige Netzaktivist, der dies als Qualität ansieht, ist Appelbaum nicht. Die Britin Sarah Harrison etwa, Helferin von Wikileaks-Kopf Julian Assange sowie Edward Snowden. Die 31-jährige Journalistin organisierte die Flucht des Whistleblowers über Hongkong nach Moskau. Derzeitiger Aufenthaltsort: Berlin. Auch Laura Poitras ist in der deutschen Hauptstadt – die Filmemacherin, die den Kontakt zwischen Snowden und dem Journalisten Gleen Greenwald herstellte und in einem Hotel in Hongkong das erste Interview mit dem Ex-NSA-Mitarbeiter aufnahm.

Wenn wir jetzt mal einer Netzaktivisten-Logik folgen würden, wohin würden wir dann wohl gehen, in welches Land. Ich würde sofort Island sagen. Aber Deutschland, nachdem, was man alles über die treu ergebenen, überwachungsgeilen Vasallen erfahren hat? Müsste ein Snowden da nicht logischerweise davor warnen, aus netzaktivistischen, politischen Gründen gerade nach Deutschland zu gehen? Da könnte man ja gleich nach Texas durchfliegen…

Hier stimmt doch was nicht! Ganz und gar nicht. Alle drei hatten (angeblich)Kontakt zu Snowden. Appelbaum und Harrison zudem noch mit Assange. Hmm. Poitras bringt dann auch noch Greenwald ins Spiel. Manch einer wird wohl schon misstrauisch, wenn er die vielen xxxxxxxxx(in Deutschland böses Wort, bei Nutzung wird man zum Nazi) Namen wie Greenwald oder Appelbaum, oder auch Zuckerberg hört. Aber egal, weiter gehts. Wir hätten hier also drei Personen, die (angeblich) engeren Kontakt zu Snowden haben/hatten.

Von Anfang an kam mir diese Snowden-Sache irgendwie seltsam vor. Irgend so ein Nerd hat die Möglichkeit, über Monate unzählige Geheimdokumente beim grössten Überwachungsapparat der Welt unbemerkt runterzuladen, und dann auch noch mit all diesen Daten unbemerkt zu fliehen? Ich denke, da gibt es unzählige Mittel und Wege von Diensten, genau dies zu verhindern. Jahrelanges Ninja-Training oder das unsichtbar machende Cape von Harry Potter geliehen, oder wie?

Angeblich müssten Leute wie Snowden und Assange mit ihrem Wissen die Welt erschüttern können und vielleicht auf einen besseren Weg bringen, mit ihrer dadurch erlangten Macht sollten sie dies doch dann auch tun, oder nicht? Aber was haben uns all die „Enthüllungen“ wirklich gebracht? Nichts Neues, jedenfalls. Das wir im besetzten Deutschland schon immer unter Telefonüberwachung durch die „Sieger“ standen, an der Front des Kalten Krieges, war wohl schon jedem wachem, klardenkem Menschen klar. Das sich das im Internetzeitalter nicht nur auf die Telefonie beschränkt, war genau so klar, von Anfang an.

Menschen, die sich ein klein wenig mit solchen Dingen beschäftigt haben, vor Assange und Snowden, haben durch die „Enthüllungen“ rein gar nichts Neues erfahren, höchstens ein paar kleinere Details, oder Namen von Operationen oder Programmen. Aber im Kern war das alles bekannt, und jedem frei zugänglich, nachlesbar.

Warum, wenn man mal ganz krass fragt, leben Assange und Snowden, Greenwald und wie sie alle heissen denn überhaupt noch? Wenn sie doch ein solches Geheimwissen und die passenden Beweise dafür haben, angeblich die USA in ihren Markfesten erschüttern zu können. Ich meine, wenn man sogar einen angeblichen Saddam Hussein in einem angeblichem abgedecktem Erdloch irgendwo in der Einöde finden kann, wenn man überall auf der Welt leise und unauffällig Menschen verschwinden lassen kann, warum sollte das dann ausgerechnet bei diesen beiden, für die USA angeblich gefährlichsten Männer nicht klappen?

In Wahrheit haben wir also nichts Neues durch Snowden erfahren, bis heute. Wenn ich seinen angeblichen Motiven folgen würde, hätte ich schon längst, so schnell wie möglich, soviel wie möglich veröffentlicht. Denn je mehr Zeit ich mir damit lasse, desto eher besteht die Möglichkeit für die NSA, all die angeblichen Lebensversicherungen, die sich Snowden angeblich mit dem Lagern und bei seinem Ableben zu veröffentlichen Dokumenten zurechtgelegt hat, unschädlich zu machen. Wenn er wirklich seinen angegebenen Motiven folgen würde, hätte er längst alles veröffentlicht.

Warum denn warten damit, die Welt angeblich von dieser Tyrannei zu befreien? Vielmehr sieht es doch danach aus, das Snowden und Assange entweder umgedreht wurden, oder von vornherein als geduldete Opposition eingesetzt wurden. Aus welchem Grund auch immer, sollten wir erfahren, was wir „erfahren“ haben, durch dieses „Whistleblowing“. Im Grunde nämlich nichts! Wahrscheinlich um die Welt von etwas ganz anderem abzulenken, was während der Berichterstattung über die angebliche Empörung über die Machenschaften der NSA von allen übersehen wird.

Ich denke, Snowden, Assange, Greenwald, Poitras, Harrison und all die Involvierten, sind fest in der Hand der NSA, der US-Schattenmacht, tun genau das, was sie sollen. Und deshalb leben sie auch noch.

Appelbaum plädiert dafür, dass auch Snowden Unterschlupf in Deutschland erhält.

Arbeitet Snowden unvorstellbarerweise doch tatsächlich auf eigene Faust, und soll von diesen Leuten in die USA, also nach Deutschland gelockt werden, damit man ihm habhaft werden kann?

Seine eigene Entscheidung für Berlin nennt er „selbst gewähltes Exil“. Geboren ist der Aktivist 1983 in den USA, und ist das, was manche Hacker, andere „IT-Sicherheitsexperte“ nennen. Er arbeitet derzeit neben den Snowden-Enthüllungen auch am Tor-Projekt mit: einem Internet, das eine gewisse Anonymität bietet, durch Verschlüsselung und mehrfache Umleitung von Daten, bis sie kaum noch nachzuverfolgen sind.

Damit ist TOR auf jeden Fall gestorben!  Ich weiss noch nicht genau, was das Ganze soll, aber die Sache stinkt gewaltig. Da halten sich Leute in Berlin auf, die sich rein der Logik folgend gerade nicht im 53. Bundesstaat der USA aufhalten sollten, und sind auch noch feiwillig hier?

Sein Blick auf die deutsche Debatte um die Überwachung von Bürgern ist kritisch. „Es ist faszinierend, wie informiert die Leute sind und wie ahnungslos die Bundesregierung ist“, sagt er.

Im Koalitionsvertrag ist die Einführung der Vorratsdatenspeicherung vorgesehen, trotz des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Aussetzung der Praktik im Jahr 2010. „Das ist mit dem Grundrecht nicht vereinbar„, ruft Schaar noch einmal laut. Das Publikum aus Politikern, Gästen und Journalisten klatscht.

Die Volksvertreter, die da geklatscht haben, sind als Heuchler enttarnt! Und um folgendes ging es mir im Grunde bei diesem Artikel, die „Arbeit“ daran sollte ursprünglich nur zwei Minuten dauern…

Vor allem das Bundesinnenministerium und damit auch der amtierende Ressortchef Hans-Peter Friedrich von der CSU werden unter Feuer genommen.

„Friedrich ist entweder ein kompletter Idiot oder ein Lügner“

sagt Appelbaum deutlich. Und schickt spöttisch hinterher:

„Um höflich zu bleiben – ich denke, dass er nur ein Lügner ist.“

Die Anwesenden sind amüsiert.

Ja, und darum geht es wohl auch in der Hauptsache bei dieser ganzen „Whistleblower“-Geschichte, um Unterhaltung, Amusement, also um die Ablenkung von der Wahrheit. Aber ganz ehrlich, um festzustellen, das Friedrich ein idiotischer Lügner ist, dazu hätte es keinen nach Deutschland „geflohenen“ Appelbaum gebraucht, das hätte jeder aus der ca. 82 Millionen Bürger umfassenden Finanzagentur Deutschland genauso gekonnt!

Der Bundesnachrichtendienst wusste seiner Überzeugung nach sehr wohl, dass Angela Merkels Handy abgehört und ihre Aktivitäten überwacht wurden. „Die Überwachungstechnik dazu ist überall in Berlin zu sehen, besonders im Regierungsviertel.“ Die Bundeskanzlerin sei von den Verantwortlichen schlicht nicht informiert worden, glaubt Appelbaum. Er mahnt, fast jeder Bürger sei über drei Mittelspersonen mit Merkel verbunden. Übersetzt heißt das: Jeder kann ein Spionageziel der Geheimdienste sein.

Auch alles wieder nichts Neues!

Quellen in der NSA und beim FBI hätten ihm gesagt, dass Deutschland sich immer an die Regeln halte, so Appelbaum – auch wenn es schlechte Regeln sind.

Eben diese Regeln will Schaar neu aufgestellt sehen. Ein nationales, abgeschottetes Netz wie in China sei nicht die Lösung. Sondern internationale Vereinbarungen. Das schwarz-gelbe Mantra „Deutsches Recht auf deutschem Boden“ hält Schaar für veraltet. Auch im Ausland könne das Fernmeldegeheimnis gebrochen werden. Zudem gebe es Hinweise darauf, dass die USA die Internet-Datenströme so beeinflussten, dass möglichst viel davon auch an von Amerika kontrollierbaren Knotenpunkten vorbeikommt.

Den Rest erspare ich uns jetzt einfach mal, es gibt eh keine Neuigkeiten zu erfahren!

So, bleibt nur noch, das rosa-rote Monokel wieder auszuziehen, und euch dringend zu raten:

AUFWACHEN!!!

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